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Wirtschaft Ein Stück Nordenham in die Welt getragen

Rolf Bultmann

Einswarden - „Auf diese eindrucksvolle Erfolgsgeschichte ist auch die Stadt Nordenham stolz“, sagte Bürgermeister Carsten Seyfarth. Landrat Thomas Brückmann hob den wertvollen Beitrag des Handwerkbetriebs und Industriedienstleisters für den Arbeitsmarkt am Hochtechnologiestandort Wesermarsch hervor. Lob und Anerkennung der beiden Kommunalvertreter galten der Firma Elektrotechnik Janssen, die am Freitag mit einem Empfang in einem Festzelt auf ihrem Betriebsgelände in Einswarden ihr 50-jähriges Bestehen feierte.

Im Keller angefangen

Firmengründer und Geschäftsführer Heinrich Janßen (76 Jahre) begrüßte rund 80 Vertreter aus Politik und Wirtschaft, vor allem aber Geschäftspartner, Lieferanten und Auftraggeber. Ihnen erläuterte der Gastgeber die am 1. Juli 1967 in einem Keller im Nordenhamer Stadtsüden gestartete Firmengeschichte, die über die Eröffnung von Elek­trogeschäften in der Hansingstraße und später in der Friedrich-Ebert-Straße zum heutigen, seit Mitte der 1990er-Jahre im Einswarder Gewerbegebiet ansässigen Betrieb führte.

Mit über 40 Mitarbeitern ist Elektrotechnik Janssen weltweit im Bereich der Automation von Containerterminals und des Umbaus von Krananlagen tätig. Die Installation und Fertigung von Schaltanlagen ist heute einer der Schwerpunkte des Unternehmens, dessen weitere Hauptgeschäftsfelder der Kran-Service (Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten) sowie Industrie-Dienstleistungen sind. Größter Auftraggeber ist der schwedische Konzern ABB.

Heinrich Janßen gab während der Festaktes bekannt, dass sein Adoptivsohn Michael Janßen-Schlake jetzt zum weiteren Geschäftsführer bestellt wurde. Der 30-jährige Sohn von Heinrich Janssens Ehefrau Regina Schlake-Janßen hatte vor elf Jahren ein Praktikum im Betrieb absolviert und war nach dem Studium in die Firma eingestiegen, in der er zum Prokuristen und Betriebsleiter emporstieg. Michael Janßen-Schlake hofft, dass Aufträge heimischen Wirtschaft weiterhin ein wichtiges Standbein für den Betrieb bleiben. Seit fast 50 Jahren ist Elektrotechnik Janssen für die Nordenhamer Zinkhütte und Weser-Metall (früher Preussag) tätig.

Entscheidungsfreudig, aber auch verantwortungsbewusst, hätten Heinrich Janßen und sein Team neue Entwicklungen aufgespürt und auf mehreren Kontinenten umgesetzt, lobte Carsten Seyfarth das Familienunternehmen. Damit seien nicht nur die Firmennamen, sondern auch ein Stück Nordenham und des Stadtteiles Einswarden in die Welt getragen worden. Die tolle Firmengeschichte sei ein Beleg dafür, dass Nordenham nicht nur ein Industriestandort, sondern auch eine Handwerkerstadt sei.


100 Auszubildende

Obwohl intensiv am Weltmarkt tätig, widme sich Elektrotechnik Janssen in einem besondere Maße auch der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, machte Landrat Thomas Brückmann deutlich. 100 Auszubildende in 50 Jahren seien nicht nur eine beeindruckende Zahl, sondern auch ein lobenswertes Beispiel, dem oft beklagten Fachkräftemangel zu begegnen.

„Die Leistung und Entwicklung der Firma Janssen macht uns im Handwerk stolz“, stellte Thomas Sturm fest. Ein weiterer Verdienst von Heinrich Janßen sei, dass die familiäre Nachfolge im Betrieb sichtbar werde. Das sei in den Handwerksbetrieben oft ein Problem, so der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Er lobte zudem die Belegschaft des Betriebes, denn saubere Arbeit werde von Mitarbeitern und nicht von Maschinen geleistet.

Gemeinsam mit Klaus Hurling von der Handwerkskammer Oldenburg und mit Lars Petermann, Obermeister der Elektroinnung Wesermarsch, zeichnete Thomas Sturm den Firmengründer und -chef Heinrich Janßen zum goldenen Betriebsjubiläum mit einer Ehrenurkunde aus.

Heinrich Janßen habe sich mit klugen Menschen umgeben und sie in die Entwicklung eines sehr erfolgreichen Familienunternehmens eingebunden, sagte Björn Thümler. Nach Ansicht des Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag habe der Betrieb besonders mit Kompetenz, Qualität und Termintreue die Zufriedenheit und das Vertrauen der weltweiten Kunden gesichert.

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