Ahlhorn - Nur ein paar Meter nicht angeschnallt im Auto der Eltern auf dem Rücksitz mitfahren, was kann da schon passieren? – Eine ganze Menge: Denn es kann sehr schmerzhaft werden, wenn Vater oder Mutter plötzlich bremsen müssen – selbst im langsamen Stadtverkehr. Dann gibt es keinen Halt.

Das erfuhren die Kleinen aus dem katholischen Kindergarten Herz Jesu in Ahlhorn am Mittwoch bei einem großen Verkehrsaktionstag. Silvia Pelle von der Verkehrswacht Cloppenburg hatte den Kinder-Gurtschlitten mitgebracht und zeigte den Jungen und Mädchen mit Hilfe einer Puppe in ihrer Größe, wie schnell man sich verletzten kann, wenn man sich nicht anschnallt.

Bei praktischen Übungen mit Kindersitzen erfuhren die Kleinen von Rolf Quickert von der Verkehrswacht Landkreis Oldenburg, wie wichtig es ist, nur gut gesichert auf einem Kindersitz im Auto mitzufahren. Besonders muss auch der Kopf geschützt sein.

Was haben der Kopf eines Menschen und ein Hühnerei gemeinsam? – Wenn sie ungeschützt auf die Erde fallen, zerbrechen sie. Das demonstrierte eindrucksvoll Sebastian Nitsch von der Polizei den Kindern und macht deutlich, wie wichtig es ist, beim Radfahren einen Helm zu tragen, um bei Stürzen besser geschützt zu sein.

Rudi Czipull von der Verkehrswacht zeigte den Kleinen auf einem Parcours, wie man sich richtig verhält im Straßenverkehr, machte sie vertraut mit Ampeln und einigen wichtigen Schildern.


Manfred Winterbur von der Ahlhorner Polizei hatte einen Polizeiwagen dabei. Die Kinder durften einsteigen und erfuhren, wie das funktioniert mit dem Polizeifunk und elektronischen Haltesignalen, die in Spiegelschrift aufleuchten.

Verschiedene Bewegungsspiele rundeten den lehrreichen Vormittag ab.

Ein Höhepunkt war der Auftritt des Blaulicht-Puppentheaters aus Bramsche. Rolf Loose und Vera Beckmann brachten den Kindern bei ihrem in eine spannende Detektivgeschichte verpackten Puppenspiel verkehrserzieherische Inhalte näher. Dabei ging es um das Überqueren der Fahrbahn mit und ohne Ampel, um Sichtbarkeit, Tragen des Fahrradhelmes und Sicherheitsgurte. So wurde alles, was die Kinder vorher schon praktisch geübt hatten, noch einmal verfestigt.

Rolf Quickert, Moderator Kind & Verkehr bei der Verkehrswacht, hatte das Programm für diesen großen Verkehrssicherheitstag zusammengestellt. In Ahlhorn fand die Premiere im Zuge des Projektes „Kinder im Straßenverkehr“ statt. Das Projekt wird von der Bundesverkehrswacht und dem Verkehrsministerium gefördert, wie Verkehrswacht-Geschäftsführer Lothar Döhnert berichtete.

Für Rolf Quickert bringt gerade die Arbeit mit Kindern viel. Er weiß aus Erfahrung, dass die Kleinen sich sehr viel merken und dann auch ihre Eltern darauf aufmerksam machen, wenn sie zum Beispiel vergessen, den Gurt im Auto anzulegen, oder der Kindersitz nicht in Ordnung ist. Zum Abschluss des Tages im Herz-Jesu-Kindergarten waren auch die Eltern eingeladen, sich zu informieren.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude