Achternholt - Die umstrittene neue Einbahnstraßenregelung auf dem Töpfereiweg soll im Rathaus nochmals auf den Prüfstand, um Vor- und Nachteile abzuwägen, und in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Hoch- und Tiefbau der Gemeinde Wardenburg am 23. April wieder auf den Tisch kommen. Zuvor soll es auf Vorschlag der Verwaltung aber noch einen Ortstermin gemeinsam auch mit Anwohnern geben, um sich die verkehrliche Situation vor Ort anzusehen. Dieses Ergebnis nahmen die zahlreichen Zuhörer am Donnerstagabend aus der Sitzung des Fachausschusses mit. CDU-Ratsherr Eckhard Heinje hatte das Thema nochmals behandelt sehen wollen und einen Antrag gegen die Einbahnstraße gestellt.

Wie berichtet, gilt auf dem Teilabschnitt des Töpfereiweges in Achternholt zwischen Kirchweg und Böseler Straße (K149) seit neuestem eine Einbahnstraßenregelung. Ein Bürger hatte die Ausweisung beantragt - aber unter Anwohnern hatte sich Unmut und Protest geregt. Axel Pape, dessen Lohnbetrieb am Kirchweg liegt, und der Achternholter Franz Schulte hatten daraufhin eine Unterschriftenaktion gestartet (die NWZ  berichtete); die Liste übergab Pape am Donnerstag bei der Sitzung. In der Einwohnerfragestunde erneuerten die Anwohner ihre Kritik: „Unser Betrieb kann nicht mehr rein- und rausfahren“, monierte Pape. Andere Anwohner befürchteten Gefahrensituationen durch die Umlenkung des Verkehrs auf der schmalen Wiesenstraße, die auch schwerer einsehbar sei.

Laut Verwaltung ist die Einbahnstraße probeweise eingerichtet worden. Begründet wird die Entscheidung mit möglichen Gefährdungen, wenn Fahrzeuge von der Böseler Straße auf den nur 2,80 Meter breiten Töpfereiweg abbiegen und landwirtschaftliche Fahrzeugen entgegenkommen: „Begegnungsverkehr mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen ist so gut wie unmöglich“, erklärte Bürgermeisterin Martina Noske. Aufgrund der Hinweise, so ihr Vorschlag, werde man sich die Situation erneut vor Ort angucken - und bot an „gemeinsam“.