NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Kriminalität: Einbrecher aktiv wie nie

14.05.2013

Berlin /Oldenburg /Osnabrück In Deutschland wird immer öfter in Wohnungen eingebrochen – im Schnitt alle vier Minuten. Im vergangenen Jahr habe es 144 117 Einbrüche gegeben, berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf die Polizeiliche Kriminalstatistik, die Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) an diesem Mittwoch vorstellen will. Das sei ein Anstieg um 8,7 Prozent.

Der Nordwesten macht da keine Ausnahme. In der Polizeidirektion Oldenburg hat die Zahl der Einbruchsdiebstähle und Tageswohnungseinbrüche 2012 deutlich zugenommen. Waren es 2011 noch 2989 Taten, bilanzierte die Polizei für 2012 schon 3616 Taten – ein Anstieg von 20,98 Prozent.

Täter werden immer brutaler

Wohnungseinbrüche werden nach Polizeiangaben immer brutaler. Früher habe noch der Grundsatz gegolten, dass Einbrecher nur kämen, wenn die Wohnung leer sei, sagt Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. Das sei heute völlig anders.

Die Ermittlungen bei Einbrüchen sind sehr zeitaufwendig und personalintensiv.

Ähnlich sind die Zahlen in der Polizeidirektion Osnabrück, zu der das Emsland und Ostfriesland gehören. 1677 Taten wurden 2011 gezählt, 2012 waren es 2057 Delikte. Der Anstieg betrug 22,66 Prozent.

Niedersachsenweit ist die Zahl der Einbrüche im Vorjahr um 24 Prozent auf 14 598 Fälle gestiegen.

Deutlich über dem Bundesschnitt liegen auch Brandenburg mit 17 Prozent mehr Einbrüchen sowie Hamburg (plus 9,4 Prozent) und Berlin (plus 11,7 Prozent). In der Hauptstadt trifft es immer öfter die Bewohner von Villen und Einfamilienhäusern – dort habe der Zuwachs 2012 bei 32 Prozent gelegen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin teilte am Montag mit, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche 2012 erneut um 10 000 gestiegen sei. Innerhalb der letzten drei Jahre hätten diese Delikte um fast 30 Prozent zugenommen. Ein Einbruch verursache inzwischen im Schnitt 3300 Euro Schaden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Ordnungshüter und Opferschützer fordern mehr Prävention gegen Einbrüche. Die niedersächsische Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert eine stärkere Polizeipräsenz auf den Straßen.

„Die Polizei muss die Beratung ausweiten“, meinte auch Rainer Bruckert vom niedersächsischen Weißen Ring.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.