Hellbusch - Rund 4,2 Millionen Milchkühe gibt es in ganz Deutschland. 70 von diesen wichtigen tierischen Lebensmittelproduzenten leben auf dem Hof der Familie Bruns in Hellbusch. Sie werden gehegt und gepflegt. Dafür geben sie jeden Tag im Durchschnitt etwa 22 Liter Milch.

Den Weg von der Kuh auf der Weide bis zur Milchtüte im Kühlschrank erforschten am Donnerstag 35 Kinder der beiden zweiten Klassen der Grundschule Großenkneten vor Ort auf dem Hof Bruns.

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Kreislandvolkverband Oldenburg vom Regionalen Umweltbildungszentrum Hollen angeboten.

Es sei wichtig, dass Kinder die Landwirtschaft live erlebten, sagte der Geschäftsführer des Kreislandvolks Bernhard Wolf. „Transparenz schaffen“ ist das Stichwort. Er erinnerte daran, dass an diesem Sonnabend der internationale „Tag der Milch“ begangen wird, um zu zeigen, was alles in der Milch und in Milcherzeugnissen Gutes steckt.

Die Zweitklässler der Grundschule Großenkneten wissen nach dem Vormittag auf dem Hof Bruns jetzt jedenfalls gut Bescheid. Spielerisch haben sie in kleinen Gruppen an sieben Stationen mehr erfahren über das Leben der Kühe. Sie erfuhren, was die Wiederkäuer fressen und trinken. An einem Gummi-Euter durften sie das Melken von Hand ausprobieren. Und sie erfuhren, dass das heute Maschinen übernehmen.


Die Unterschiede im Geschmack bei Vollmilch und H-Milch wurden getestet. Die Kinder beobachteten die Kühe genau und zeichneten sie. Das Projekt „Transparenz schaffen . . .“ wird von der Europäischen Union und den Ländern Niedersachsen und Bremen gefördert, wie Edith Janßen vom Regionalen Umweltbildungszentrum berichtete. Träger des Projekts ist der Kreislandvolkverband.

Landwirt Helmut Bruns hat schon seit Jahren immer wieder Schulklassen auf seinem Milchviehbetrieb zu Gast. Er freute sich am Donnerstag über die Begeisterung der Kinder. „Es macht Spaß, das den Kindern zu vermitteln“, sagte Bruns.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude