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Finanzen „Eine Menge auf der hohen Kante“

Ganderkesee - Als Gantergemeinde ist Ganderkesee bekannt. Dietmar Mietrach, scheidender CDU-Fraktionschef, kann sich aber auch ein artverwandtes Tier als Namensgeber vorstellen: „Ich komme mir vor wie in Entenhausen“, sagte er am Donnerstagabend im Wirtschafts- und Finanzausschuss – was als Kompliment gemeint war. Denn die Verwaltung, so lobte Mietrach, habe es trotz zusätzlicher Ausgaben geschafft, mit dem zweiten Nachtragshaushaltsplan einen ausgeglichenen Etat vorzulegen.

Zwei Gegenstimmen

Knapp 51 Millionen Euro beträgt nun das Volumen des Finanzhaushalts der Gemeinde. Kräftig zu Buche schlagen im zweiten Nachtrag besonders Grunderwerbskosten im Bereich des Immerweges in Ganderkesee, für die 445 000 Euro veranschlagt sind. Diesen Ansatz kritisierte Grünen-Ratsherr Volker Schulz-Berendt, weil er keinen Zusammenhang erkennen konnte zwischen den Grundstücks-Ankäufen und der gewünschten neuen Zufahrt von der Bergedorfer Straße zur Sportanlage des TSV Ganderkesee am Immerweg. Der Grüne lehnte den Nachtragshaushalt deshalb ab.

Auch Elke Bothe von den Freien Wählern stimmte gegen den Etat, weil darin ein Zuschuss in Höhe von 6000 Euro für Sanierungsarbeiten an der St. Cyprian- und Corneliuskirche in Ganderkesee vorgesehen ist. Ursprünglich hatte die ev.-luth. Kirchengemeinde Ganderkesee sogar 36 000 Euro beantragt – diesen Betrag hatte der Ausschuss im August schon kräftig reduziert, doch selbst 6000 Euro erscheinen den Freien Wählern zuviel. Sie sehen die Landeskirche in der Pflicht.

Die übrigen Fraktionen stimmten für die Etatveränderungen. „Vor einiger Zeit haben wir noch diskutiert, ob wir Steuern erhöhen oder neue Schulden aufnehmen sollten“, erinnerte sich Dietmar Mietrach, „jetzt steht fest: Wir haben eine Menge auf der hohen Kante.“ Wie Dagobert Duck in Entenhausen eben.

Planung auf dem Weg

Keine Kosten verursacht zunächst die Planung für das neue Feuerwehrhaus in Bookholzberg. Einstimmig unterstützten die Ausschussmitglieder den Vorschlag der Verwaltung, zunächst einen Architektenwettbewerb auszuschreiben und in der zweiten Planungsphase einem Generalunternehmer die Verantwortung zu übertragen. Eine ursprünglich vorgesehene Kooperation mit Nachbarkommunen, die ebenfalls neue Feuerwehrhäuser bauen wollen, um Synergien auszuschöpfen, wird es nicht geben. Die anderen Gemeinden sind noch nicht so weit. Und Ganderkesee hat es in Bookholzberg jetzt eilig: Im Herbst 2018 soll das Gebäude stehen.

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