Blexersande - Auf etwa eine Tonne schätzen die Mitarbeiter der Bauhofs das Gesamtgewicht der toten Fische, die sie aus dem See am Sandinger Weg gezogen haben. Von dem Massensterben, das durch einen zu geringen Sauerstoffgehalt in dem Gewässer versucht wurde, waren vor allem Weißfische, Aale und Karpfen betroffen. Aber auch Zander und stattliche Hechte trieben leblos am Ufer.
Mittlerweile hat sich die Lage entspannt. Nach Angaben des Ordnungsamtsleiters Rudolf Müller ist der Sauerstoffwert in dem Gewässer, das zum Seenpark II gehört, auf deutlich über 4 Milligramm pro Liter gestiegen. Wie berichtet, hatte der Wert zu Beginn der vergangenen Woche bei lediglich 1,9 Milligramm gelegen und damit zum Erstickungstod hunderter Fische geführt. 4 Milligramm gelten als kritische Grenze.
Dass sich die Situation verbessert hat, führt Rudolf Müller auf mehrere Faktoren zurück, die zusammengewirkt haben. Dazu zählt der Einsatz der Feuerwehr, die an drei Abenden in Folge mit Pumpen und Fontänen das Wasser belüftet hatte, ebenso wie der auffrischende Wind zur Wochenmitte und die am Donnerstag begonnene Zuwässerung. Durch die Zufuhr von frischem Wasser aus dem Kanalnetz des Entwässerungsverbandes Butjadingen erhöhte sich der Wasserspiegel in dem See deutlich.
Über die Lehren, die aus dem Fischsterben zu ziehen sind, wollen Vertreter der Stadt, des Fischereivereins Butjadingen und des Naturschutzvereins Nordenham bei einer Zusammenkunft an diesem Donnerstag beraten.
