Betrifft:
Berichterstattung zum Flugplatz Varrelbusch – hier Artikel „Landebahn wird verkürzt und nicht ausgebaut“ (beinhaltet Stellungnahme von Theo Budde/Luftsportverein Cloppenburg; NWZ vom 15. Juni).Bei allem Verständnis dafür, dass sich Herr Budde als Projektleiter des Luftsportvereins quasi „von Amts wegen“ herausgefordert sieht, die Bedenken der Anlieger zu zerstreuen: So plump geht’s nicht. Einfach leugnen wird nicht reichen.Herr Budde behauptet, es handele sich nicht um einen Ausbau. Da sagt die Vorlage der Verwaltung, über die der Stadtrat am kommenden Montag befindet, etwas ganz anderes: „Mit Schreiben vom 7. Mai 2009 beantragt der Luftsportverein (LSV) einen Zuschuss der Stadt Cloppenburg zum weiteren Ausbau des Flugplatzes Varrelbusch.“
Konkret erweckt Herr Budde den Eindruck, als ginge es allein um die Befestigung der Landebahn. Dem widerspricht die Vorlage: „Geplant ist neben dem Bau einer Flugzeugunterstellhalle die Pflasterung der Start- und Landebahn, die Anlegung eines unbefestigten Taxiways sowie die Pflasterung des heutigen Parkplatzes. Insgesamt ein Investitionsvolumen einschließlich des notwendigen naturschutzrechtlichen Ausgleichs von 1 169 381 Euro.“
Und dann will Herr Budde uns weismachen, es würde wegen der relativ kurzen Landebahn keine gewerbliche Fliegerei geben, und das Flugaufkommen würde konstant bleiben. Der Verwaltung hat man wohl anderes erklärt: „Die Start- und Landebahn ist derzeit als Graspiste hergestellt, die insbesondere von Geschäftsflugzeugen mit modernen sehr empfindlichen Ausrüstungen nicht benutzt werden kann (. . .) Aus diesem Grunde ist die Pflasterung der Bahn beabsichtigt. Der Ausbau des Flugplatzes bedeutet eine Verbesserung des Infrastruktur für die gewerbliche Wirtschaft im Landkreis Cloppenburg, da auch hier der geschäftliche Luftverkehr zunehmend an Bedeutung gewinnt.“
Es ist ja legitim, sich für eine künftige Geschäftsfliegerei und die dafür notwendigen Investitionen in Varrelbusch einzusetzen. Ich erwarte aber ehrliche Argumente und keine Verschleierungsversuche. Ich unterstütze gerne die Sportfliegerei auf dem Texas-Airport. Der Versuch, mich als Bürger für dumm verkaufen zu wollen, bestärkt mich aber in meiner Ablehnung des geplanten Ausbaus.
Michael Jäger49 661 Cloppenburg
