Hude/Hurrel - Während EWE Tel auch auf dem Land den Breitbandausbau vorantreiben will, bleiben dabei offenbar einzelne Anschlüsse auf der Strecke. So erging es zumindest einem EWE Tel Kunden in Hurrel.
Dem Schreiben, das ihn über eine bevorstehende „technische Umstellung“ und die Erfordernis einer Vertragsänderung informierte, folgte ein Anruf. Künftig stehe ihm statt wie bisher DSL 50 nur noch DSL 16 zur Verfügung. Die Internetverbindung wurde also langsamer, obwohl der Breitbandausbau eigentlich das Gegenteil bewirken sollte: Schnelleres Internet für alle.
Auf Nachfrage der NWZ erklärt EWE Tel-Sprecher Gerd Lottmann, dass die verringerte Geschwindigkeit tatsächlich mit dem Ausbau zusammenhänge. „Schuld“ sei eine derzeit übliche Zusatztechnologie namens „Vectoring“, die nach den Vorschriften der Telekom und der Bundesnetzagentur in den Kabelverzweigern eingebaut wird.
„Leider kann es aus technischen Gründen in Ausnahmefällen dazu kommen, dass einzelnen Kunden nach der ,Vectoring‘-Umstellung weniger Bandbreite zur Verfügung steht. Generell werden aber die allermeisten EWE Tel-Kunden von der neuen Technologie profitieren und mit höheren Bandbreiten surfen können“, erklärt Lottmann.
Wie viel Bandbreite am Ende ankomme, hänge außerdem von der Kupferleitung zwischen Verzweiger und Haushalt ab.
