Barßel - Rund 200 Personen sind am Sonnabend bei der Enthüllung der Dokumentationswand über das Werk Adolph Kolpings dabei gewesen. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst mit Pfarrer Ludger Becker, Diözesanpräses Franz Westerkamp und Diakon Clemens Hogeback begaben sich die Teilnehmer in den Gemeindepark beim Rathaus.
Pfarrer Ludger Becker fand lobende Worte für die Barßeler Kolpingfamilie, die eine im Diözesanverband Münster einzigartige Gedenkstätte für Adolph Kolping möglich gemacht habe, wenngleich sie nicht sogar deutschland- und weltweit einzigartig sei. Adolph Kolping präge viele bedeutsame Sätze und im Besonderen die Wichtigkeit der Familie.
Die Jugendgruppe hatte im vergangenen Jahr im Rahmen der 72-Stunden-Aktion den Grundstein für die Gedenkstätte gelegt, in dem sie die Kreuze erneuerte und aufstellte.
„Sehr gut gelungen“
In diesem Jahr folgten dann die Tafeln, welche jetzt eingeweiht wurden. Durch den Umzug des Ehrenmals zum alten Standort vor den Toren von Barßel, wurde es nun diesem Kolpingzweck zugeführt. „Wir wollen auch versuchen, dass der Gemeindepark den Namen Kolpingplatz erfährt“, sagte der Vorsitzende der Barßeler Kolpingfamilie, Hans Geesen.
Er begrüßte zur Enthüllung insbesondere den ehemaligen Pfarrer Präses Aloys Bornhorst, welcher Barßel Ende der 70er Jahre verlassen hatte. Bei seinem Abschied habe er Geesen ermuntert, die Kolpingfamilie weiter wachsen zu lassen und sich besonders dem Nachwuchs zu widmen. Dies hat er gerne und erfolgreich getan.
Geesen ist stolz auf die neue Dokumentationswand: „Sie ist sehr gut gelungen und sieht gut aus“. In großen Lettern kann der Betrachter das Werk Adolph Kolpings anhand verschiedener Sprüche nachlesen.
Besonders der Spruch „Das Erste, was der Mensch im Leben vorfindet, das Letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das Kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie“, liegt dem Vorsitzenden am Herzen. „Das ist ein wahrer Spruch des Gesellenvaters und darauf müssen wir in unserer heutigen Gesellschaft wieder viel mehr Wert legen“, sagte Geesen. Auch ein Bild von Kolping ist an der Wand enthalten. Abgerundet wird das Ensemble durch eine gärtnerische Gestaltung.
Bevor es für die Kolpingfamilie und die Gäste am Sonnabend zum geselligen Beisammensein ins Pfarrheim ging, stimmte Geesen ein Lied zu Ehren Adolph Kolpings an.
1300 Gäste erwartet
Er und Pfarrer Becker luden außerdem zum 108. Oldenburger Kolpingtag ein. Diesen richten die Kolpingschwestern und -brüder am 17. und 18. Mai aus. Dazu werden in Barßel rund 1300 Gäste aus dem Oldenburger Land erwartet. Das vorläufige Programm des Kolpingtags sieht am 18. Mai um 10 Uhr die Eröffnung vor. Um 10.30 Uhr gibt es den Festgottesdienst, ab 12 Uhr ein buntes Rahmenprogramm. Von 13 bis 15 Uhr sind Gesprächsforen vorgesehen. Um 15.30 Uhr hält Thomas Dörflinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Kolpingwerkes, den Festvortrag. Für 16.30 Uhr ist der Festumzug geplant.
