Heide - Arnold Hansen war kaum angekommen beim Ortstermin in Heide, da sah er mit eigenen Augen, was den Anliegern auf den Nägeln brennt: „Ich hatte gerade mein Auto abgestellt“, berichtete der Vorsitzende der Freien Wähler in Ganderkesee am Dienstagnachmittag an der Ecke Heider Weg/Buchenstraße, „da kam ein Fahrzeug von rechts, nicht mal sehr schnell, aber wirklich erst im letzten Moment zu sehen.“

Das sind genau die Szenen, die den Bewohnern beider Straßen Sorge bereiten. Anwohnerin Gisela Schleith hatte aufgrund persönlicher Kontakte die Freien Wähler eingeladen, sich vor Ort ein Bild zu machen. Sie hat auch schon Anfang Mai bei der Gemeindeverwaltung eine Unterschriftenliste wegen der Sache abgegeben, erhielt jedoch nach eigenen Angaben noch keine Rückmeldung.

Problematisch aus Sicht der Anlieger ist, dass sich an der Einmündung der Buchenstraße in den Heider Weg ein kleiner Parkplatz befindet – Autos, die von rechts aus dem Heider Weg kommen und vorfahrtsberechtigt sind, können wegen der abgestellten Fahrzeuge von der Buchenstraße aus erst sehr spät erkannt werden. „Das ist hier ein Schulweg“ erklärt Gisela Schleith, „hier fahren jeden Tag rund 20 Kinder entlang.“

Die Bewohner wünschen sich deutlich erkennbare Maßnahmen, um den Verkehr zu bremsen – notfalls auch bauliche Veränderungen an der Einmündung. Hansen schlug vor, das Verkehrsschild 136 („Spielende Kinder“) aufzustellen.

Das sei rechtlich schwierig in einer Tempo-30-Zone, erklärte auf Anfrage Hauke Gruhn, Sprecher der Gemeindeverwaltung. Nur ein erhebliches Verkehrsaufkommen oder hohe Unfallzahlen ließen Ausnahmen zu – beides sei in diesen Straßen laut Polizei nicht der Fall. Denkbar sei aber, mit einem auf die Fahrbahn gemalten Tempo-30-Zeichen und einer weißen Linie für mehr Sicherheit zu sorgen. Anfang August, so Gruhn, werde sich die Verkehrssicherheitskommission den betreffenden Einmündungsbereich ansehen.