„Adler-Apotheke, schließt nun für immer“,
NWZ vom 1. September 2009:Vor ca. 30 Jahren gab es in Westerstede, meiner Heimatstadt, die ich hin und wieder besuche, noch eine intakte Geschäftswelt – ein florierender Einzelhandel mit einem überdurchschnittlichen Branchenmix, einer innerstädtischen Verkehrsanbindung, die die Kunden zu den Händlern kommen ließ, auch mit dem Auto. Dann kam die Fußgängerzone und das war der Anfang vom Ende. Seit meinem letzten Besuch im März dieses Jahres sind von der Bildfläche verschwunden: Ein Schuhhaus, ein Augenoptikfachgeschäft, ein Lederwarenhandel, eine Postergalerie usw., usw. Und heute lese ich von der Schließung der Adler-Apotheke.Letzten Sonnabend ca. 17 Uhr vor dem Famila-Center: Menschen- und Automassen bewegen sich auf dem Parkplatz vor dem Einkaufszentrum, das alles bietet, was man so braucht. 15 Minuten später in der Innenstadt – gähnende Leere. Geschlossene Geschäfte und ein paar zerstreute Fußgänger. Deutlich kann man erkennen, dass die Einrichtung der Fußgängerzone ein Fehler war, der wohl auch nicht wieder auszuräumen ist. Es ist zu spät! Hinzu kommt eine an den Stadträndern ausfransende Siedlungsbaupolitik, die Genehmigung aberwitziger Groß-Supermärkte, Autohäuser, etc. an der Peripherie und eine wenig homogene Art, Neubauten in der Innenstadt zu gestalten. Städte wie Vechta oder Varel zeigen, dass es auch anders geht. Nun gut, die Verantwortlichen von damals sind wahrscheinlich längst im Ruhestand und die Verantwortlichen von heute setzen offensichtlich zu stark auf Tourismus?! Viel Glück und Adieu Westerstede, wie es einmal war.
Heinz-Josef Hahn10629 Berlin-Charlottenburg*
Betrifft:Die finanzielle Situaion der Stadt Westerstede
, NWZ -Berichterstattung zur Haushaltslage:Die Stadtgemeinde Westerstede erntet auf der ganzen Linie nur Lob und Anerkennung. Betrachtet man aber den in den letzten zehn Jahren gewachsenen Schuldenberg von 16 Millionen Euro, dann weiß man, wie aufwendig gewirtschaftet wurde.
Gerold Renken26655 Linswege
