Berne - Schon ein Jahr bevor die DLRG ihren 100. Geburtstag hat, gab es in der Stedinger Ortsgruppe einen Grund zum Feiern: Die Einweihung des neuen Fahrzeugs und die Bootstaufe der „Juliusplate“.
Nicht nur von den vielen Gästen wurde das neue Allradfahrzeug der DLRG Stedinger Land mit Spannung erwartet. Auch die Mitglieder der Ortsgruppe bekamen es bei dem Festakt in der Berner Fahrzeughalle zum ersten Mal zu sehen. Das Team, das sich um die Bestellung kümmerte, hielt es bis zur offiziellen Inbetriebnahme vor neugierigen Blicken in einer Halle in Bettingbühren versteckt.
Der technische Leiter Patrick Niehus, Ralf Ripken und Lucas Voigt hatten sich um die Ausstattung gekümmert, mit der das 90 000 Euro teure Fahrzeug künftig die Einsätze erleichtern wird. Der sechssitzige, 163 PS starke Mercedes Sprinter bietet Platz für vier Strömungsretterausrüstungen und wird seinen 27 Jahre alten Vorgänger ablösen. Die Finanzierung übernahm zu 75 Prozent das Land Niedersachsen. Die Finanzierung des neuen Boots, das an diesem Tag getauft wurde, stemmte die DLRG dagegen aus eigenen Mitteln und Spenden, erklärte der Ortsgruppenvorsitzende Rainer Weegen.
Nicht zuletzt dem langjährigen Engagement seiner Gruppe sei der Zuschuss des Landes mit immerhin 64 700 Euro zu verdanken, lobte Jürgen Grüll, Abteilungsleiter 2 der Polizeidirektion Oldenburg, die Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Helfer an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr.
Der stellvertretende Landrat Dieter Kohlmann wies auf die ständig höher werdende Fließgeschwindigkeit der Weser und die damit verbundenen Gefahren hin. Der DLRG-Vizepräsident Jürgen Seiler bedauerte die stetige Abnahme von gefahrlosen Möglichkeiten, wo Kinder das Schwimmen erlernen können.
Im Beisein von Gästen aus Politik, Verwaltung, Feuerwehr und THW durfte DLRG-Mitglied Emily Meyer das 4,2 Meter lange Rettungsboot, das mit einem 24-PS-Motor ausgestattet ist, auf den Namen „Juliusplate“ taufen. Das Boot schließt die Lücke zwischen dem größeren Boot „Stedinger“, das für die Weser geeignet ist, und dem kleinen, sieltauglichen „Swimmy“.
