Von Jürgen Westerhoff
Frage:
Herr Brix, im Marinearsenal gibt es Sorgen über die künftige Personalentwicklung. Worum geht es diesmal?Brix:
Im Zuge der künftigen Personalstruktur des Arsenals geht es um die Frage, welche Aufgaben von wie vielen Mitarbeitern auf wie vielen Dienstposten bewältigt werden müssen. Dabei haben wir es mit der Problematik zu tun, dass es auf der einen Seite den berechtigten Anspruch der Marine ans Arsenal gibt, jederzeit mit gut gewarteten Schiffen in die Einsätze gehen zu können – andererseits gibt es das politische Ziel, aus Kostengründen Dienstposten und damit letztlich auch Personal zu reduzieren.Frage:
Um welche Größenordnung geht es in der augenblicklichen Diskussion?Brix:
Im Moment reden wir über etwas mehr als 300 Dienstposten, die zur Zeit im Focus stehen. Dabei geht es um den Bereich Sofort-Instandsetzung mit etwa 100 Beschäftigten und etwa 200 weitere Mitarbeiter. Alle sind für die Kompetenz und Handlungsfähigkeit des Arsenals von großer Bedeutung.Frage:
Mit welchem Ergebnis rechnen Sie am Ende der Diskussion?Brix:
Ich bin zuversichtlich, dass es zu einer vernünftigen Lösung kommen wird. Schließlich geht es hier um die Funktionsfähigkeit der Deutschen Marine, die inzwischen in weltweiten Einsätzen engagiert ist. So kann die für die Marine äußerst wichtige Sofort-Instandsetzung nicht auf dem freien Markt erfolgen. Und auch die steuernde Verwaltung wird für eine funktionsfähige Dienststelle benötigt.thema: Geplanter Personalabbau
Christian Brix, Leitendender Direktor des Marinearsenals Wilhelmshaven
