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CVJM Kinderbetreuung fast rund um die Uhr

HENNING BIELEFELD

EINSWARDEN - Das CVJM-Sozialwerk Wesermarsch steigt in die Kinderbetreuung ein. Zum 1. August will der Verein an der Werftstraße 12 eine Großtagespflegestelle eröffnen. „Wir wollen vor allem die Zeiten abdecken, in denen Kinderkrippen und -gärten nicht geöffnet haben“, sagt Gerhard Haase.

Der Fachbereichsleiter Kinder- und Jugendhilfe des CVJM-Sozialwerks koordiniert das Vorhaben, das in Zusammenarbeit mit dem Familien- und Kinderservicebüro des Kinderschutzbundes Nordenham an der Jahnstraße 7 betrieben werden soll. „Wir wollen keine doppelten Strukturen“, sagt Haase. So soll das Kinderservicebüro die Anmeldungen annehmen. Es gebe auch keine Konkurrenz zur geplanten städtischen Kinderkrippe im Kindergarten Einswarden.

Insgesamt 16 Plätze will das CVJM-Sozialwerk anbieten, jedoch höchstens zehn Kinder sollen gleichzeitig betreut werden. Bis jetzt liegen dafür nach den Worten von Gerhard Haase acht Anfragen vor. Zur Betreuung stellt das Sozialwerk aber keine eigenen Kräfte ein, sondern schließt Kooperations- und Mietverträge mit insgesamt vier selbstständigen Tagesmüttern. Eine von ihnen ist die Diplom-Pädagogin Alexandra Ley, eine ehemalige Mitarbeiterin des CVJM-Sozialwerks.

„Eine solche Großpflegestelle ist nur möglich in Trägerschaft eines Vereins“, erläutert Haase. Der CVJM werde den Tagesmüttern beratend zur Seite stehen und die Qualität des Angebots im Auge halten.

Geöffnet werden soll morgens ab 6 Uhr, „das Ende ist offen“, sagt Haase. „Gegen 18 Uhr gibt es ein Abendessen, danach folgt ruhige Beschäftigung – auf Wunsch bis 24 Uhr.“ Mögliche Kunden sind Mitarbeiter des CVJM-Sozialwerks, die bis 16.30 Uhr oder im Schichtdienst auch deutlich länger arbeiten – Haase: „Das ist unser Eigeninteresse“ –, aber auch Beschäftigte aus den Werken oder aus großen Kaufhäusern, die bis 22 Uhr öffnen.


Das für die Großpflegestelle vorgesehene Gebäude gehört dem CVJM-Sozialwerk und steht seit gut drei Jahren weitgehend leer. Bis Anfang der 70er Jahre diente es als Kindergarten für behinderte Kinder, anschließend als Bürogebäude. Es bietet auf 200 Quadratmetern mehrere Zimmer; dazu kommt ein 500 Quadratmeter großes baumbestandenes Außengelände. Für den Umbau und die Einrichtung des Gebäudes erhält das Sozialwerk Fördermittel vom Land.

Der Landkreis gewährt einen Zuschuss zu den Kosten. Voraussetzung für die Aufnahme der Kinder ist nach den Worten Haases die Berufstätigkeit beider Eltern. Die tatsächlichen Kosten richten sich nach den Verträgen, die die Eltern mit den Tagesmüttern schließen. Dafür gilt Vertragsfreiheit.

Informationsveranstaltung am Montag

Interessierten Eltern

bietet das CVJM-Sozialwerk Wesermarsch am Montag, 23. Juni, eine Informationsveranstaltung an. Treffpunkt ist um 16 Uhr aber nicht die geplante Pflegestelle, sondern der CVJM-Komplex am Helgoländer Damm. Gast dieser Veranstaltung ist auch Peter Büsching-Czerny vom Jugendamt der Kreisverwaltung, der die finanziellen Aspekte der Kinderbetreuung erläutern wird.

Informationsveranstaltung am Montag

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