EINSWARDEN - Patienten spenden Edelmetalle, die bei früheren Zahnarztbehandlungen eingesetzt worden waren und ausgedient haben. Zahnarzt Dr. Wolfgang Schöllmann trägt die Scheidekosten des Recycling-Verfahrens. Anschließend sorgt er dafür, dass der Verkaufserlös des Edelmetalls einer gemeinnützigen Einrichtung in Nordenham zugute kommt. Seit sechs Jahren kommt so jedes Jahr eine Geldspende zusammen. Am Donnerstag erhielt der Ortsverband Nordenham der THW-Helfervereinigung einen Scheck über 1500 Euro.

Die Nordenhamer Helfervereinigung wird im April nächsten Jahres 25 Jahre alt. Sie hat zurzeit 42 Mitglieder. Seit eineinhalb Jahren ist Reiner Blohm 1. Vorsitzender. Als Förderverein unterstützt die Gruppe den Nordenhamer THW-Ortsverband.

Das Technische Hilfswerk bekommt als Bundesanstalt zwar alle nötigen Finanzmittel vom Bund, aber bei der Anschaffung zusätzlicher nützlicher Geräte kommt es auf Spenden an. Das gilt zum Beispiel für Powermoon genannte Lichtballone, die eine Fläche so groß wie ein Fußballfeld taghell und blendfrei ausleuchten können.

Zudem kann die sehr aktive Jugendgruppe des Nordenhamer THW, der zurzeit 19 Jugendliche angehören, sehr gut Zuwendungen gebrauchen, um Fahrten, Zeltlager und auch Geräte bezahlen zu können.

Die THW-Helfervereinigung ist noch nicht so bekannt und tritt beim Sammeln von Spenden bescheidener als manche andere Fördervereine auf. Deshalb ist ein 1500-Euro-Scheck, den Reiner Blohm am Donnerstag in der Zahnarztpraxis erhielt, schon etwas Besonderes und auch Seltenes. Zahnarzt Wolfgang Schöllmann sprach humorvoll von „den leisen Zwergen im Hintergrund“ und „den ruhigen Jungs vom THW“, die auch Spenden für ihren Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit verdient hätten.