EINSWARDEN - Die Glückspfennig-Spendenaktion des Airbus-Werkes steuert auf eine neue Rekordsumme zu. Schon bei der ersten der beiden Verteilungsrunden in diesem Jahr konnten die Flugzeugbauer 36 300 Euro für gesundheitlich-karitative Zwecke ausschütten. Der Spendenbeauftragte des Einswarder Werkes, Ralf Hesse, geht davon aus, dass bis zum zweiten Termin zum Jahresende ein Betrag in ähnlicher Höhe zusammenkommt.

Glückspfennige werden seit 2001 bei Airbus gesammelt und an Hilfsbedürftige verschenkt. Seit der Währungsumstellung gibt es zwar keine Pfennige mehr, aber die Bezeichnung „Glückscent“ behagte den Flugzeugbauern nicht. Deshalb blieb es bei dem alten Titel. Nach Angaben des Personalleiters Arno Karst ist bei den mittlerweile zwölf Spendenaktionen ein Gesamtbetrag von über 200 000 Euro am Standort Nordenham zusammengekommen. Das Geld stammt je zur Hälfte von den Mitarbeitern, die auf die Cents hinter dem Komma ihrer Lohnabrechnung verzichten, und von dem Unternehmen. Der Personalchef freut sich über die „riesige Resonanz“ in der Belegschaft: 98 Prozent der Mitarbeiter beteiligen sich an der Aktion.

Gemeinsam mit Ralf Hesse und dem Betriebsratsvorsitzenden Michael Eilers überreichte Arno Karst am Freitag symbolische Schecks an die Spendenempfänger der ersten Runde in diesem Jahr. Zehn Projekte wurden mit Zuwendungen bedacht. Bei einer Spende über 10 000 Euro handelte es sich um den bislang höchsten Einzelbetrag, der vergeben wurde. Diese Summe bekam die Familie eines Nordenhamers, der aufgrund einer plötzlichen Erkrankung auf den Rollstuhl angewiesen ist, für den behindertengerechten Umbau des Hauses.

5000 Euro aus dem Glückspfennig-Topf erhielt eine Familie, die im Außenbereich wohnt und für die zahlreichen Arztbesuche mit einem behinderten Kind auf ein Auto angewiesen ist. Die Spende ist als Zuschuss für die Fahrzeuganschaffung gedacht.

Weitere Spendenempfänger sind der AWo-Sprachheilkindergarten (3200 Euro für Spielgeräte), der Frauennotruf (3200 Euro für eine Mitarbeiterinnen-Supervision), eine Familie mit zwei behinderten Kindern (3000 Euro für einen Badezimmerumbau), ein Wohnheim des Diakonischen Werkes in Brake (3000 Euro für Renovierungsmaßnahmen), der Förderkreis Freizeit ohne Sucht (2800 Euro für Veranstaltungen), eine Familie mit einem behinderten Kind (2500 Euro für die Ausrüstung eines Autos mit einem Rollstuhllift), der integrative Kindergarten Regenbogen in Friedrich-August-Hütte (2300 Euro für Einrichtungsgegenstände) und der Butjadinger Reitverein in Stollhamm (1000 Euro für den Erwerb eines Pferdes für therapeutisches Reiten).


Anträge auf GlückspfennigSpenden sind jederzeit willkommen. Ansprechparner im Einswarder Airbus-Werk ist Ralf Hesse.