Eversten - „Die einen sind froh, bei uns endlich einen Gesprächspartner zu finden, die anderen sind bedürftig und kommen mit leeren Mägen zu uns“, berichtet Hans-Jürgen Flick vom Organisationsteam der Suppenküche der Baptistengemeinde. Fünf Jahre ist es her, seit sie am 5. Juni 2008 in der Kreuzkirche zum ersten Mal ihre Türen öffnete. Seitdem hat sich an der Eichenstraße 15 in Oldenburg-Eversten vieles verändert: Nicht zuletzt dank öffentlicher Sponsoren konnte die Gemeindeküche umgebaut werden. Jetzt werden Eintöpfe mit modernen Gerätschaften gekocht. Auch das Team von Ehrenamtlichen vergrößerte sich auf zwölf Personen: Sie kümmern sich um Kochen und Organisation.

Auch die Zahl der wöchentlichen Besucher stieg kontinuierlich an. Als das Team 2008 noch in den Kinderschuhen steckte, nutzten schon zu diesem Zeitpunkt etwa 40 Bürgerinnen und Bürger das soziale Angebot. Heute nehmen bis zu 100 Menschen das Angebot donnerstags von 12 bis 13.30 Uhr im Foyer der Kreuzkirche in Anspruch – und das frisch zubereitete Essen zu sich. Beim gemeinschaftlichen Essen entstünden auch Freundschaften, man komme leicht ins Gespräch. Die Tendenz sei steigend, teilen Hans-Jürgen Flick und Astrid Wagner vom Organisationsteam mit. Ihrer Ansicht nach mache der Trend klar, dass die Hilfsbedürftigkeit und Einsamkeit unter der Bevölkerung zunehmen. Einsamkeit und wirtschaftliche Not werden immer größer.

Die Suppenküche finanziert sich ausschließlich durch Einnahmen aus den aufgestellten Spendendosen; Inhaber des Oldenburg-Passes sind von Spenden freigestellt. Das Mitarbeiterteam ist für weitere ehrenamtliche Helfer offen. Vor allem Köchinnen oder Köche werden gesucht.

Zum fünfjährigen Bestehen lädt das Team der Suppenküche für den übernächsten Donnerstag, 6. Juni, herzlich ein. Zum Jubiläum können sich dann alle Interessierten in der Zeit von 12 bis 13.30 Uhr selbst ein Bild von dem Projekt machen. „Das gilt natürlich auch für die Stammkundschaft“, so Flick.