Berlin - Die Eisenbahner-Gewerkschaft EVG droht im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn mit Streiks ab Montag. „Wenn der Bahnvorstand das Ultimatum verstreichen lässt, werden Warnstreiks unweigerlich die Folge sein. Diese sind dann mit Beginn der nächsten Woche möglich“, erklärte Alexander Kirchner, Vorsitzender der EVG, am Donnerstag im Gespräch mit unserer Berliner Redaktion.

„Wir haben mehrfach verhandelt, ohne dass wir den ernsthaften Willen zur Einigung erkennen konnten. Jetzt wollen wir für die Kolleginnen und Kollegen endlich ein Ergebnis“, sagte er weiter.

Nach dem EVG-Ultimatum hat der Bahnvorstand bis diesen Freitag, 16 Uhr, Zeit für eine Reaktion auf die Forderungen der Gewerkschaft. „Wir haben eine ganz einfache Forderung: 100 Euro Abschlagszahlung für jeden Monat seit Auslaufen der Tarifverträge. Das macht bis Ende Februar für EVG-Lokführer 800 Euro, für die meisten anderen Beschäftigten 700 Euro und für den Dienstleistungsbereich 300 Euro – je nachdem, wann die Tarifverträge ausgelaufen sind“, so Kirchner weiter. Wenn mehr Zeit benötigt werde, müsse es für jeden weiteren Monat noch einmal je 100 Euro geben.