Barßel - Es dauert nur ein paar Sekunden. Auto abstellen, Stecker rein, Kundenkarte vorhalten – und der Ladebetrieb läuft. Ab sofort können die Barßeler mit ihrem Elektroauto an der ersten öffentlichen Stromtankstelle direkt vor dem Rathaus ihren Kfz-Akku aufladen. Zusammen mit Michael Diekmann, Vertriebsbeauftragter der EWE, Bürgermeister Nils Anhuth und Michael Quappe vom Bauamt wurde die neue Ladesäule mit zwei Parkplätzen am Mittwochmorgen offiziell eröffnet. „Nicht nur für die Touristen im Erholungsgebiet Barßel/Saterland ist diese Säule gedacht – wir hoffen auch, dass die Einwohner davon profitieren“, so Bürgermeister Anhuth.

Betrieben wird die Ladestation von der EWE, die in Zusammenarbeit mit dem Landkreis bereits 17 Ladestationen auf dem Kreisgebiet eingerichtet hat. „Bis zum Jahresende sollen es 27 Stationen sein. Das ist in ganz Niedersachsen ein absolutes Leuchtturmprojekt“, so Diekmann von der EWE.

Mit der EWE-Stromtankkarte kann die Säule benutzt werden. Als EWE-Kunde bezahlt man 150 Euro im Jahr, als Nicht-Kunde sind es 270 Euro für zwölf Monate im Flatrate-Modell. Doch auch ohne die Karte lässt sich über einen SMS-Dienst oder eine Kreditkarte bezahlen. „Die Anleitung dafür befindet sich direkt auf der Säule. Das ist in ein paar Minuten erledigt“, versichert Diekmann.

In der EWE-eMobility-App sind alle Ladestationen erfasst und man kann sich schon vor der Anfahrt versichern, ob noch Plätze an der entsprechenden Säule frei sind. „Zur Zeit sind ungefähr 800 solcher Ladepunkte in Deutschland in Betrieb, die alle mit dem gleichen Stecker und dem gleichen System genutzt werden können“, so Diekmann weiter.

Die Hälfte der Kosten für die Ladestation in Barßel trägt die Gemeinde – der Rest wird im Rahmen des Förderprogramms des Landkreis Cloppenburg beglichen. „Ungefähr 2300 Euro wurden für die Installation der Säule ausgegeben. Dazu kommen 177 Euro für den Betrieb“, so Michael Quappe vom Bauamt.


Auch die Gemeinde soll bald die neue Ladesäule nutzen. „Für kurze Fahrten ist ein Elektroauto der Gemeindeverwaltung optimal. Wir wollen bald die entsprechenden Mittel aus dem Haushalt bereit stellen und uns ein Elektorfahrzeug anschaffen“, so der Bürgermeister.

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland