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Mobilität in der Region Pannen bei E-Autos – wie oft das vorkommt und was zu tun ist

Im Nordwesten - Elektroautos sind die Gewinner der Klimadebatte und bei den Zulassungen bereits am Diesel vorbeigezogen: Jedes fünfte Fahrzeug, das im November neu angemeldet wurde, fährt rein elektrisch, wie aus Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes hervorgeht.

Obwohl mehr Elek­troautos auf den deutschen Straßen unterwegs sind, tauchen sie in der Pannenstatistik nur selten auf. Woran das liegt und was zu beachten ist, wenn ein Elektroauto liegen bleibt.

Wie oft bleiben Elektroautos liegen ?

Bisher selten. Die aktuellsten Zahlen gibt der ADAC für 2020 aus. In dem Jahr rückten die Pannenhelfer bundesweit 3,4 Millionen Mal an, davon gingen nur 2000 Einsätze auf Elektroautos zurück. Der geringe Anteil hängt nicht nur damit zusammen, dass die Fahrzeuge auf den deutschen Straßen in der Unterzahl und im Schnitt deutlich jünger als Verbrenner sind. Auch die Technik sei weniger anfällig, heißt es beim ADAC. Probleme mit der Zündung oder der Kraftstoffversorgung etwa fallen weg.

Was sind die häufigsten Ursachen für Pannen ?

Die Starterbatterie mit ihren zwölf Volt ist bei Elektroautos wie Verbrennern besonders oft für eine Panne verantwortlich – gerade in den Corona-Jahren. Durch die längeren Standzeiten der Autos hatten sich die Batterien häufiger entladen, sagt Nils Linge, Sprecher des ADAC Weser-Ems.

Anders sieht es bei der Hochvoltanlage aus: „Nicht einmal jeder 20. Einsatz bei den Elektroautos ging auf die Antriebsbatterie zurück“, sagt Linge. Damit ist sie noch seltener für eine Panne verantwortlich als die Reifen, das Fahrwerk oder die Karosserie.


Gibt es mobile Ladegeräte ?

Bei Verbrennern wie Stromern gilt: Der Fahrer muss dafür sorgen, dass er ausreichend getankt oder aufgeladen hat. Bleibt er dennoch einmal liegen, bringen die ADAC-Pannenhelfer das Elektroauto zum nächsten Ladepunkt.

Ein mobiles Ladegerät führen die Pannenhelfer des ADAC nicht mit. Angesichts der geringen Fallzahlen lohne sich das nicht, sagt Linge. Auch die Ladezeiten wären ein Problem: „Wir können uns nicht zwei Stunden auf die Autobahn stellen, warten und den Verkehr behindern.“

Kann ich ein Elektroauto selbst abschleppen ?

Nein. Das Auto kann sogar Schaden nehmen, wenn es bei unterbrochener Stromzufuhr bewegt wird. Bei einem Defekt wird die Antriebsbatterie aus Sicherheitsgründen automatisch von der Stromzufuhr abgetrennt. Bewegt sich das Auto, kann über die Achsen dennoch Strom erzeugt werden. Das führt mitunter zu hohen Spannungen, die der Steuerungselektronik schaden.

Im Zweifel gilt also: Einen Abschleppdienst rufen, der das Elektroauto verladen und abtransportieren kann.

Wie sieht es mit der Brandgefahr aus ?

Die Brandgefahr ist bei Elek­troautos laut dem Deutschen Feuerwehrverband nicht höher als bei anderen Antriebsarten. Diese Einschätzung teilt auch ADAC-Sprecher Linge. Alle Fahrzeuge, die für die Straße zugelassen sind, müssen schließlich hohen gesetzlichen Anforderungen an die Sicherheit gerecht werden.

Auch bei Crashtests mit E-Modellen verschiedener Hersteller konnte der ADAC keine höhere Brandgefahr feststellen. Einer Studie der Allianz zufolge werden in Deutschland rund 15 000 Autobrände im Jahr gemeldet, der Anteil der Elektrofahrzeuge liegt dabei deutlich unter einem Prozent.

Svenja Fleig
Svenja Fleig Thementeam Wirtschaft
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