Berlin - Das in der Großen Koalition lange umstrittene Paket zur Förderung von Elektroautos ist so gut wie fertig. Nach Informationen der Deutschen Presseagentur aus Koalitionskreisen soll es in der kommenden Woche aber noch einen Termin geben, bei dem über Fragen der genauen Ausgestaltung der Förderung gesprochen werden soll. In der Debatte waren zuletzt etwa befristete Ausnahmen für Elektroautos von der Kfz-Steuer, aber auch direkte Kaufzuschüsse.

Die „Welt am Sonntag“ berichtete, die Bundesregierung habe sich inzwischen auf eine weitgehende Förderung von E-Fahrzeugen geeinigt. Das Konzept sollte beim Autogipfel zwischen Bundesregierung und Automanagern an diesem Dienstag, 26. April, bekanntgegeben werden.

Am Donnerstag hatte es schon Signale gegeben, dass eine Einigung bevorstehe. „Die Automobilhersteller haben eine angemessene Beteiligung an der Förderung zugesagt“, hieß es in einem Papier zur Klausur der Fraktionsspitzen von Union und SPD in Rust (Baden-Württemberg), das der dpa vorlag.

Demnach soll es Anfang der Woche auch Klarheit in der Frage direkter Kaufprämien für Elektrofahrzeuge geben. Vom Ziel, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben, ist der Bund noch meilenweit entfernt. Zum Jahresbeginn waren laut Kraftfahrt-Bundesamt erst 25 500 E-Autos und 130 000 Hybridfahrzeuge mit Batterie plus Verbrennungsmotor zugelassen – bei einem Gesamtbestand von 45 Millionen Pkw.