Oldenburg - Planungssicherheit für das Oldenburgische Staatstheater: Die Mittel für die Brandschutzsanierung des Theaters und für die barrierefreie Erschließung des Großen Hauses wurden im Haushaltsausschuss des Landtages am Mittwochabend in Hannover bewilligt. Insgesamt geht es dabei um eine Summe von elf Millionen Euro, die nach Auskunft des Landtagsabgeordneten Ulf Prange (SPD) in drei Tranchen abgerufen werden können. „Wir freuen uns über diesen Beschluss, denn dann können die Arbeiten jetzt ausgeschrieben werden.“

Für diesen Sommer in der Spielpause sei der Beginn der Sanierung geplant. Das Abrufen der Tranchen richtet sich nach dem Baufortschritt. Gemeinsam mit der Abgeordneten Renate Geuter (SPD, Friesoythe) aus dem Haushaltsausschuss hatte Prange sich als Mitglied des Wissenschaftsausschusses für das Projekt stark gemacht. „Diese Brandschutzmaßnahmen dulden keinen Aufschub, weil ansonsten die Aufrechterhaltung des ordnungsgemäßen Theaterbetriebes gefährdet gewesen wäre“, erklärte Renate Geuter.

Das Oldenburgische Staatstheater war 2010/2011 geschlossen und aus Mitteln des Konjunkturpakets II für etwa neun Millionen Euro komplett saniert worden. Damals war das Haus für eine Saison mit dem Spielbetrieb auf den Fliegerhorst ausgewichen. Der Handlungsbedarf in Sachen Brandschutz sei bei dieser Sanierung des Hauses bereits bekannt gewesen, hatte Ex-Generalintendant Markus Müller im November 2013 erklärt, hätte jedoch nicht über die Mittel aus dem Bundesprogramm bezahlt werden können.

Auch Generalintendant Christian Firmbach freut sich sehr und ist glücklich über dieses Bekenntnis des Landes Niedersachsen zum Staatstheater. „Mit dessen Unterstützung ist die Zukunftsfähigkeit des Staatstheaters somit auch weiterhin gesichert“, kommentierte er am Donnerstag die Nachricht auf Nachfrage der NWZ  in Wien. Auch er spricht vom Baubeginn in der Sommerpause, geht jedoch davon aus, dass etwa Außenarbeiten für den Fahrstuhl und die Fluchttreppen auch bei laufendem Spielbetrieb fortgesetzt werden können.

Foyers und das Kleine Haus müssen daher nun nachgerüstet werden. Dabei geht es u.a. um Sprinkleranlagen und Rauchgasabzug. Auch das Dach des Großen Hauses – der Bereich oberhalb der Stuckdecke – sei betroffen, hieß es schon 2013.