ELISABETHFEHN-DREIBRüCKEN - Das Kriegerdenkmal in Elisabethfehn „Dreibrücken“ gehört zu den Vorzeigeobjekten in der Ortschaft am Elisabethfehnkanal. Es liegt nur einen Steinwurf entfernt von Deutschlands einzigem noch schiffbaren Fehnkanal. Stets macht das Ehrenmal auf Besucher und Einwohner einen sauberen und gepflegten Eindruck. Dafür zuständig sind vier rüstige Rentner, die Unkraut zupfen, Pflaster fegen und Rasen mähen.
Helfer gesucht
Gerade in den Sommermonaten wartet auf Erwin Becker, Heinz Kruse, Paul Wieben und Heinz-Hermann Ibelings viel Arbeit. Das Viergestirn pflegt bereits seit Jahren ehrenamtlich das Kriegerdenkmal. „Wir machen das gern, weil wir möchten, dass an einer Stelle, wo der Toten der Weltkriege gedacht wird, alles sauber und gepflegt ist. Das sind wir den Toten schuldig“, sagt Heinz Kruse.
Die vier Männer nennen sich „Denkmalclub“ und schauen einmal im Monat nach dem Rechten. Ein Urgestein ist Paul Wieben. Der heute 83-jährige ehemalige Landwirt sorgt sich seit 25 Jahren um das Kriegerdenkmal. Aber: „Nun ist es gut. Einmal muss Schluss sein“, sagt Wieben. Aus Altersgründen verabschiedet er sich aus der „Pflege des Ehrenmals“.
Wieben hatte immer eine besondere Beziehung zu dem Ehrenmal. „Vier meiner Brüder sind im zweiten Weltkrieg gefallen. Die Namen Jan, Gerd, Eduard und Hermann findet man in den goldenen Inschriften auf dem Denkmal wieder. Ich werde sie nie vergessen, das habe ich mir geschworen“, sagt der Rentner.
Auch der 73-jährige Heinz Kruse hegt Erinnerungen an das Denkmal. Der Name seines Schwiegervaters Ferdinand Haak ist dort verewigt. Ähnlich ist es bei Erwin Becker (82), dessen Onkel Hinrich Iking im Krieg gefallen ist.
Heinz-Hermann Ibelings (62) ist der Ansprechpartner des „Denkmalclubs“ und Vorsitzender des Ortsverbandes Elisabethfehn im Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen. Er sagt, dass sich die vier Elisabethfehner freuen würden, wenn vielleicht der eine oder andere bereit wäre, sie bei der Pflege des Denkmals zu unterstützen. Wer mitmachen möchte, kann sich unter Telefon 04499/352 melden.
Einsatz honoriert
„Außer ein wenig Müll und ab und zu mal eine ausgerissene Blume, gibt es keine Probleme“, sagt Erwin Becker. Schön finden es die Helfer, dass auch die Bevölkerung ihren Einsatz honoriert. „Dann bekommen wir zum Beispiel im Sommer Getränke geschenkt“, berichtet Paul Wieben.
