ELISABETHFEHN - Wenn die Brücken über dem Elisabethfehnkanal in den Adventstagen und natürlich auch zum großen Weihnachtsmarkt, der an diesem Sonnabend und Sonntag jeweils ab 14 Uhr auf dem Dorfplatz am Moor- und Fehnmuseum stattfindet, leuchten, hatte er seine Finger im Spiel. Emil Börchers engagiert sich leidenschaftlich im Ort und ist nicht nur in der Adventszeit ehrenamtlich aktiv.

Das ganze Jahr über kümmert sich der 70-Jährige um das Museumsschiff „Johanna“, das vorm Moor- und Fehnmuseum ankert. „Alleine kann ich auch nicht alles“, sagt Börchers zwar, aber zweimal in der Woche schaut er schon nach dem Rechten, allein schon, um das Wasser abzupumpen, das sich im Schiffsinneren sammelt. Reparatur und Pflege, das alles übernimmt er gerne.

Nur wenige Meter von „Johanna“ entfernt, wo am Wochenende die Besucher über den Elisabethfehner Weihnachtsmarkt schlendern, war er nun wieder viel im Einsatz. Börchers lebt hier sein Organisationstalent aus. Budenauf- und abbau, elektrische Installationen – Börchers hat überall ein Auge darauf und alles im Griff. „Einer muss ja sagen, wo alles hingehört“, sagt er. „Sonst ist hier Wildwest!“

Weihnachtliche Stimmung im Ort verbreiten auch die beleuchteten vier Brücken über dem Elisabethfehnkanal. Seit gut zehn Jahren, schätzt Börchers, ist der elffache Großvater dabei, wenn es gilt, die Brücken zu schmücken. Gemeinsam mit Mitgliedern des Orts- und Verschönerungsvereins, in dessen erweitertem Vorstand er sitzt, lässt er die Brücken erleuchten.

Dass der 70-Jährige Spaß am Organisieren und Anpacken hat, hat er 37 Jahre beim Deichbauer Heinrich Hirdes aus Bremen bewiesen. Sein ehrenamtliches Engagement rührt aber von seiner Verbundenheit mit Elisabethfehn her. „Ich bin hier geboren und möchte das Traditionelle erhalten“, sagt er. „Es bereichert mich doch auch selbst, für die Allgemeinheit etwas zu tun.“ Und das tut er nicht nur auf Schiffen, Weihnachtsmärkten oder Brücken. Der Spielplatz in der Tulpenstraße ist unter anderem auf seine Initiative entstanden. Und im Schützenverein Bollingen, im Ehrengemeindekirchenrat und im SV Elisabethfehn hat er sich ebenfalls ehrenamtlich engagiert, für den örtlichen Campingplatz war er lange erster Ansprechpartner.


Für seine Verdienste „im Interesse der Allgemeinheit“ erhielt er von Bürgermeister Bernd Schulte im Oktober eine Urkunde. „Versessen bin ich nicht darauf“, so Börchers. „Wenn ich so etwas bekomme ist das okay. Wenn nicht, ist das auch in Ordnung.“