ELISABETHFEHN - Wenn der Wind kräftig bläst, dann wird im ersten von der Gemeinde Barßel ausgewiesenen Windpark östlich der Kreisstraße 299 zwischen Elisabethfehn und Lohe so richtig geerntet. Vorreiter dieser Energiegewinnung in diesem Bereich waren die fünf Mitglieder der Betreibergesellschaft „Windpark Reekenmoor“, dessen Investoren und Betreiber alle aus dem Gemeindegebiet kommen. Im Jahre 2004 haben die fünf Landwirte insgesamt vier Windanlagen errichtet. Seither drehen sich die Rotorblätter im Wind und sorgen bei den Investoren für zusätzliche Einnahmen.

Nun ist neuer frischer Wind in den ersten Barßeler Windpark gekommen. Die Firma „WINKRA“-Windparkverwaltungsgesellschaft, ein Unternehmen des holländischen Energiekonzers „essent“, hat weitere vier Anlagen in unmittelbarer Nähe der bisherigen Windmühlen aus dem Boden gestampft.

Nach Baubeginn im Sommer des Jahres 2006 gab es nun nach einjähriger Bauzeit im Beisein zahlreicher Gäste und Besucher an Ort und Stelle im Windpark die feierliche Einweihung der vier neuen Windkraftanlagen E-70. Die Flächen für die neuen Anlagen stellten die beiden Landwirte Bernhard Hagen aus Harkebrügge und Clemens Kokenge aus Elisabethfehn zur Verfügung. „Der saubere Strom aus Elisabethfehn versorgt immerhin 3800 Haushalte“, sagte Nils Niescken, Manager der Windparkverwaltungsgesellschaft in seiner Begrüßung.

Vier Windkraftanlagen „Enercon E-70 drehen sich seit einigen Wochen mit je 2000 kW Leistung in Elisabethfehn. Jede einzelne Anlage wird etwa 3,3 Millionen kWh pro Jahr produzieren“, so Niescken. Die insgesamt 13,2 Millionen kWh jährlich entsprechen dem Strombedarf von zirka 3800 Vier-Personen-Haushalten.

Die Windkraftanlagen sind getriebelos, stehen auf einer Fläche von 34 Hektar. Rund 100 Meter ragen sie in den Himmel über dem Gemeindegebiet Barßel. Der Rotordurchmesser beträgt 71 Meter. Der Bürgermeister der Gemeinde Barßel begrüßte den Bau der Windkraftanlagen und er sei heute dankbar dafür, dass der Rat der Gemeinde Barßel


und sein Vorgänger Hans Budde vor vier Jahren den Weg frei gemacht hätten, für die Windpark-Ausweisung. Lange Diskussionen seien der Ausweisung vorausgegangen. „Die Windkraftanlagen sind eine gute Alternative zu den fossilen Brennstoffen. Ein richtiger Weg für die Zukunft, auch im Hinblick auf den Klimaschutz. Wind wird es immer geben“, so der Bürgermeister.