ELISABETHFEHN - Das Pferd hält still. Leona Küpcke (6) und Nora Büscherhoff (8) haben also leichtes Spiel. Sie müssen dem Tier das Zaumzeug anlegen. Helferin Kim Sharleen von Daak (11) hat damit bereits Erfahrung und weist die beiden jüngeren Mädchen ein.
„Rund ums Pferd“ ist der Dienstagnachmittag überschrieben. 18 Mädchen und zwei Jungen ab sechs Jahre sind der Einladung auf den Pferdehof Sieve des Reit- und Fahrvereins Elisabethfehn gefolgt. Die Aktion gehört zum Angebot des Barßeler Ferienpasses. Reitlehrer Fritz Sieve hat ein genaues Auge auf die Abläufe. Ihm zur Seite stehen an diesem Nachmittag zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus dem Verein. Die Mütter Jutta Motejl aus Barßel sowie Ramona Harders und Elke Bunger aus Elisabethfehn sind ebenfalls dabei und gehen den Helfern des Vereins zur Hand.
Fritz Sieve erklärt den Kindern, was auf sie an diesem Tag zukommt. Zunächst werden die Pferde von der Weide geholt. Dann werden die sieben Tiere geputzt und gestriegelt. Die Kinder sind mit Eifer bei der Sache. Nina Janßen (7) aus Harkebrügge kratzt den Dreck aus den Hufen. Rena Schulte (15) gibt ihr Hinweise und weist das Mädchen ein. „Das muss sein, sonst laufen die Pferde nicht richtig,“ sagt die Siebenjährige.
Fritz Sieve beantwortet unterdessen auf der Stallgasse die vielen Fragen der Kinder. Wie groß muss ein Pferdestall sein? Wieviel Liter Wasser trinkt ein Pferd am Tag? Wie alt kann ein Pferd werden? Sieve beantwortet alle Fragen gerne. Er freut sich, dass 20 Kinder der Einladung auf den Pferdehof gefolgt sind. Jedes Kind zahlt 6,50 Euro. Dafür gibt es neben dem Spaß und der Erfahrung auch ein Lunchpaket und kühle Getränke.
Fritz Sieve weiß, dass eine solche Aktion im Rahmen des Ferienpasses nicht ohne die Unterstützung der Vereinsmitglieder funktioniert. Er ist stolz darauf, dass allein an diesem Nachmittag 19 Helfer innen und Helfer aus dem Reit- und Fahrverein sowie die drei Mütter dabei sind. Dass es überwiegend Mädchen sind, die dieser Einladung gefolgt sind, hat Fritz Sieve schnell erklärt: „Jungs interessieren sich eher für Fußball oder technische Dinge. Das ist bei den Mädchen völlig anders. Allerdings lässt das Interesse bei den Mädchen nach, sobald sie ihren ersten Freund haben.“
Nach dem Putzen werden die Pferde gesattelt. Dann geht es auf die Bahn. Dort sitzen die Kinder im Sattel, während das Pferd von den Helfern im Rund geführt wird. Übrigens: Am Dienstag, 16. August, gibt es einen weiteren „Nachmittag rund ums Pferd“. Anmeldungen sind im Barßeler Rathaus bei Hannelore Lücking (Telefon 04499/8156) möglich.
