ELISABETHFEHN - Seit vielen Jahren richtet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz im September den „Tag des offenen Denkmals“ aus. Vor allem aber setzt sie sich für die Rettung und Bewahrung des kulturellen Erbes ein.

In der Gemeinde Barßel beteiligten sich gleich drei Denkmalgeschützte Objekt an am Denkmaltag: Das Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn stellte den Elisabethfehnkanal vor, ein technisches Baudenkmal. Der Kanal wurde im Zuge der Kultivierung der Oldenburger Moore Mitte des 19. Jahrhundert gebaut. Er diente der Entwässerung des Moores und als Transportweg für Brenntorf und weiterer wichtige Güter. Er ist der einzige noch durchgängig schiffbare Fehnkanal Deutschlands. Den Gästen wurde dabei mehrere Schleusenvorführungen geboten. Die Besucher lernten, dass es noch vier intakte Schleusen in Deutschlands einzigen noch schiffbaren Fehnkanal gibt.

Ein paar Kilometer weiter in Barßel konnte die Ebkenssche Windmühle aus dem Jahres 1717 besichtigt werden. Die Holländer Bockwindmühle wurde in den vergangenen Jahren durch die Gemeinde Barßel völlig neu restauriert. Weiterhin sind die Flügel als Wahrzeichen von Barßel zu sehen.

Im Barßeler Hafen hatte Kapitän Johannes Berkenheger und der Verein „Motorsegelschiff „Angela von Barßel“ die dort vor Anker liegende „alte Damen“ zur Besichtigung freigegeben. Der verein unterhält das alte Motorsegelschiff, das 1896 in Holland gebaut wurde. Diese Tjalk wurde von den Mitgliedern des Trägervereins 1985 und 1986 restauriert. Die „Angela von Barßel“ ist ein anerkanntes bewegliches Baudenkmal. Tjalken befuhren regelmäßig die Küstengewässer der Nord- und Ostsee und sind weit verbreitete Schiffstypen in der regionale Flusse- und Küstenschifffahrt.

Der Besuch bei den drei Baudenkmälern hielt sich am Sonntag allerdings aufgrund des Wetters in Grenzen. Dennoch gab es Zuschauer bei den Schleusenvorführungen und auch auf der „Angela“ kehrten Besucher ein. Weniger frequentiert war jedoch die Barßeler Ebkenssche Windmühle.