ELISABETHFEHN - ELISABETHFEHN - Den Campingplatz des Orts- und Verschönerungsvereines (OVE) Elisabethfehn gibt es nun schon seit 35 Jahren. Nur einen Steinwurf entfernt vom Elisabethfehnkanal fühlen sich hier die Urlauber mit ihrem „Haus am Haken“ heimisch. Die Übernachtungen sind von zirka 4000 im Jahre 1972 auf aktuell rund 30 000 gestiegen. Die 150 Stellplätze für Dauercamper sind fast immer ausgebucht.
Doch vor etwa fünf Jahren blieben die Stammgäste aus. Dauercamper zogen einen Weggang in Erwägung und wollten ihren Standort Nähe Klosterbusch aufgeben. Für den Vorsitzenden des OVE Elisabethfehn, Walter Neddermann, lagen die Gründe dafür auf der Hand: Das Sanitärgebäude sei völlig marode gewesen. An eine Renovierung war jedoch lange Zeit nicht zu denken. „Das hätten wir vom Verein nicht finanzieren können.“ So habe man überall versucht, Gelder „locker zu machen“. Angesichts leerer Kassen nicht einfach.
Hilfe kam sozusagen „über Nacht“: Aus dem EU-Programm „Leader plus“ erhielt der Verein einen Zuschuss von rund 100 000 Euro für die etwa 236 000 Euro teure Sanierung. Am Wochenende wurde das neue Sanitärgebäude – „rechtzeitig“ zum offiziellen Ende der Saison – feierlich eingeweiht.
Walter Neddermann freute sich über die gelungene Baumaßnahme. Die neuen Wasch- und Duschräume hätten die ersten Bewährungsproben bestens bestanden. Als besonders erfreulich bezeichnete Neddermann den Einbau einer behindertengerechten Toilette, auch die Familiendusche fände bei den Campern viel Anklang. Der ganze Stolz sei jedoch die Solaranlage: „Das bringt für uns eine gewaltige Kostenersparnis.“ Zwar sei die Saison nun vorbei, einige hart gesottene Camper verblieben jedoch auch im Winter auf dem mehrfach als „schönsten Campingplatz in der Landschaft“ ausgezeichneten Areal. So könne ein Teilbereich der Sanitäranlagen auch im Winter genutzt werden. Das ehemalige Sanitärgebäude wird nun zu Aufenthaltsräumen umgebaut. Zur Saisoneröffnung 2006 soll alles fertig sein.
Die stellvertretende Bürgermeisterin Agnes Lamping lobte das Engagement des OVE. Sie sei überzeugt, dass sich künftig mehr Gäste sich in Elisabethfehn wohlfühlen würden. Die Baumaßnahme habe die Attraktivität des Campingplatzes, der nun heutigen Ansprüchen genüge, erhöht.
