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NATUR Bienen derzeit mächtig unter Zeitdruck

ELISABETHFEHN - Imker Johann Hinderks erwartet geringeren Honigertrag. Der sonnige Herbst des vergangenen Jahres hat bei vielen seiner Kollegen zu großen Bienenverlusten geführt.

Von Sven Kamin

ELISABETHFEHN - Überall summt und brummt es, auf den „Abflugterminals“ der Bienenkörbe herrscht Hochbetrieb – ganz unverkennbar ist der Garten von Imker Johann Hinderks in Elisabethfehn derzeit ein Honighauptquartier. Seitdem die Temperaturen über zwölf Grad gestiegen sind, machen sich Hinderks Bienen auf Honigjagd.

Über insgesamt 13 Völker regiert Hinderks. Davon verbleiben einige in seinem Garten, während er andere auf seinen eigenen Bienenlehrpfad oder auf Rapsfelder an der Nordseeküste umquartiert. Auch wenn der späte Frühlingsanfang keinerlei Auswirkungen auf Geschmack und Qualität des Honigjahrganges hat, sorgt sich Hinderks um den Ertrag: „Uns Imkern ist es lieber, wenn die Temperaturen langsam steigen. Dann öffnen sich die Blüten erst nach und nach, und die Bienen haben genug Zeit, alle Blüten abzusammeln. In diesem Jahr sind alle Blüten gleichzeitig aufgegangen und blühen kürzer, weshalb die Bienen gar nicht wissen, wo sie anfangen sollen.

Doch Johann Hinderks ist sehr viel zuversichtlicher in das Jahr gestartet als viele seiner Kollegen, da er im Winter lediglich ein Bienenvolk verloren hat. Andere Imker beklagten hingegen Verluste von 60 bis 80 Prozent. Ursache hierfür war, wie Hinderks erklärt, vor allem der sonnige Herbst. „Durch die hohen Temperaturen haben die Völker im Herbst noch einmal angefangen zu brüten und sich über den vom Imker in die Körbe eingebrachten Wintervorrat hergemacht. Dadurch sind viele Völker, nachdem der Vorrat aufgebraucht war, im Winter verhungert.“ Für seine Bienen konnte Hinderks, der auch Bienensachverständiger für die Landkreise Cloppenburg und Emsland ist, dieses Schicksal allerdings abwenden, indem er zu Weihnachten noch einmal nachfütterte.

Schulklassen, Gruppen und Familien die sich bei Johann Hinderks noch weiter über das Leben der Bienen informieren möchten, können ihn nach Terminabsprache unter 04499/1507 auf seinem Bienenlehrpfad bei der alten Koksfabrik besuchen.


Ein 17-Stunden-Tag für den Honig

Ab 12 Grad

Außentemperatur machen sich die Bienen auf die Honigsuche.

17-Stunden-Tage

sind auf diese Weise keine Seltenheit, da die Tiere oft von 6 Uhr bis 23 Uhr unterwegs sind.

Ein kurzes Leben

ist der Preis. Nur etwa 26 Tage lebt eine Biene im Schnitt. Dann sind ihre Kräfte erschöpft.

Die Stärke eines Volkes

beträgt bis zu 70 000 Tiere.
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