ELISABETHFEHN - Einmal quer durch Europa. Von Gibraltar im Süden Spaniens bis nach Nordwegen zum Nordkap. Zu Fuß. Das hat sich der Niederländer Stefan Le Belle vorgenommen. Bei seiner Wanderung kam er jetzt auch durch Elisabethfehn.

Derzeit ist er in dieser Region unterwegs. 6200 Kilometer will der Niederländer in maximal 300 Tagen zurücklegen. Dabei sammelt er Spenden für eine Kinderhilfe-Organisation. „Mit meiner Aktion möchte ich erreichen, dass Kinder wieder krebsfrei werden“, sagt Le Belle aus Groningen. Mit 27 Jahren sei er noch jung und könne so eine Strapaze auf sich nehmen.

Sein Studium der Kommunikation hat er beendet. Nun steht das Berufsleben an. Doch zuvor hat er sich für die lange Reise entschieden. „Ich wollte etwas Besonders machen, etwas, das verrückt ist“, erzählt er. Deswegen hat er sich für eine Wanderung entschieden – 6200 Kilometer quer durch Europa. Auf seinem Weg zum Nordkap fand der Niederländer ein Nachtquartier an der Friesenstraße in Elisabethfehn. Auf seinem bisherigen Weg hat er bereits viele Erfahrungen und Eindrücke gesammelt. Doch in erster Linie geht es dem wandernden Niederländer um Spenden für die niederländische Organisation „KiKa“, eine Einrichtung für krebskranke Kinder.

„Ich habe mehrere Sponsoren, die für jeden Tag, an dem ich unterwegs bin, Geld an KiKa spenden“, so Stefan Le Belle. Zwei paar Schuhe hat er bereits auf seiner Reise verschlissen. Vielleicht ein Grund dafür, dass er schneller vorankommt als geplant. Etwa 15 000 Euro sollen nach dem Ende der Wanderung zusammen kommen. Von diesem Betrag zweigt Le Belle täglich sieben Euro für seine Verpflegung ab. Das reicht natürlich nicht auch noch für eine Unterkunft.

An den Schlafplatz in Elisabethfehn ist er eher zufällig gekommen. „Auf dem Parkplatz beim Markant-Markt sah ich ein Auto mit einem niederländischen Kennzeichen. Da habe ich den Besitzer einfach angesprochen“, erzählt er. Es war der Dienstwagen von Manfred Siemer aus Elisabethfehn. „Ich arbeite in den Niederlanden und das war es für mich keine Frage, La Belle eine Schlafgelegenheit zu bieten“, sagt Siemer. Bis zum Nordkap ist es noch ein weiter Weg, und da braucht der 27-Jährige noch viele Unterkünfte.