ELLERBROCK/MARKHAUSEN - ELLERBROCK/MARKHAUSEN/KRF - Ein besonderes Erlebnis wurde jetzt 25 Mädchen und Jungen aus dem Kindergarten Markhausen sowie ihren Erzieherinnen Josefa Stammermann und Regina Eggert geboten. Sie konnten erleben, wie ein Schaf geschoren wird.

Auf dem Ferienhof Kleefeld in Ellerbrock demonstrierte Josef Kleefeld den Kindern, wie frühere Generationen ihr tägliches Brot verdienten. Die Schur wurde mit einer speziellen Schafschere vorgenommen. Kleefeld erklärte den Kindern, dass mit diesen alten Handgeräten die Schafschur 30 bis 40 Minuten dauere und die heutige moderne Schur mit elektrischen Geräten nur wenige Minuten in Anspruch nehme.

Die Kinder durften die frisch geschorene Wolle anfassen und stellten fest, dass sie sich nicht nur sehr weich sondern auch fettig anfühlte. „Eine bessere Creme für die Hände gibt es nicht, sie werden ganz weich und geschmeidig von dem Wollfett“, wusste Kleefeld zu berichten.

Die Kinder erfuhren auch viel über die Weiterverarbeitung der Wolle, die früher sehr begehrt war. Heute ist die Schafwolle kaum absetzbar oder nur zu sehr niedrigen Preisen, hieß es. Sie wird nur noch zu geringen Teilen für Kleidungszwecke verwendet, heute dient sie in erster Linie in der Bauwirtschaft als Dämmstoff.

Auf die Frage der kleinen Anita „Wie viel Wolle hat ein Schaf und friert es nicht, wenn man ihm seine ganze Wolle wegnimmt?“, erklärte Kleefeld, dass rund zwei Kilogramm Wolle je Schur gewonnen werden und Schafe immer im warmen Sommer geschoren werden, damit sie nicht frieren müssten.


Auf dem Programm der Markhauser Jungen und Mädchen stand zudem ein Waldspaziergang, bei dem die Kinder viele heimische Bäume, Sträucher, Blumen, Tiere und Vögel kennen lernten. Abschließend trafen sich die KInder beim Tippizelt zum Stockbrotbacken.