ELMELOH - Die Entwicklungen bei dem von Insolvenz bedrohten Altenpflegeheim der Wichernstift Altenhilfe gGmbH strahlen offenbar auch auf andere, gar nicht betroffene Bereiche der Elmeloher Einrichtung aus. In einem gemeinsamen Offenen Brief melden sich jetzt die Bereichsleitungen zu Wort. Sie mahnen, unter dem Begriff „Wichernstift“ nicht zu pauschalisieren – um negative Auswirkungen auf die anderen, wirtschaftlich gesunden Tochtergesellschaften und Bereiche des Trägervereins (Ev.-luth. Wichernstift e.V.) zu vermeiden.

Diese Tochtergesellschaften und Bereiche seien wirtschaftlich unabhängig voneinander, schreiben Helge Treiber, Dr. Nathalie Bock (Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie), Margit Meyer-Folkerts (Wichern-Schule), Ute Richwien-Emken (Tagungshotel) und Miriam Eifert (Jugendhilfe). Hier dürfe nicht vermischt werden. „Wir übernehmen als Bereichsleitungen Verantwortung für unsere Arbeitsfelder.“

Die aktuelle Berichterstattung über die Tochtergesellschaft Altenhilfe gGmbH und den Trägerverein habe „große Sorge bei unseren Auftraggebern, Betreuten, Patienten, Angehörigen, Mitarbeitern und bei uns persönlich“ ausgelöst.

Einige Menschen aus Politik und Gesellschaft hätten, insbesondere zur schwierigen Situation des Altenpflegeheims, kritisch in der Presse Stellung bezogen. „Leider basieren diese Stellungnahmen auf Meinungen – kaum einer hat sich im Vorfeld die Mühe gemacht, sich bei uns zu informieren.“ Man stehe aber gerne Rede und Antwort.

„In diesem Sinne“ fordere man „auch das Diakonische Werk Hannover auf, satzungsgemäß die Mitgliedseinrichtungen zu beraten, von Schaden frei zu halten und nicht in einer derartig schwierigen Situation auszuschließen“.