ELSFLETH - An der Weinkaje am Elsflether Campus liegt ein altes Küstenmotorschiff – ein Bild, dass man an dieser Stelle seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Es ist ein besonderes Schiff, denn unter dem Deck der „Greundiek“ befindet sich eine moderne Multimedia-Ausstellung. Das Thema: „Faszination Offshore.“

Einziger Haken: Das Schiff ist auf einer Wanderausstellung und deshalb auch nur noch an diesem Donnerstag in Elsfleth. „Freitag sind wir schon in Oldenburg“, erklärte Andreas Wagner, Geschäftsführer der Stiftung Offshore-Windenergie. Am Mittwoch wurde das kurze Gastspiel in Elsfleth eröffnet. Bürgermeister Diedrich Möhring, Karsten Fach, Dr. Knud Rehfeldt und Prof. Dr. Klaus Harald Holocher betonten in ihren Grußworten die Bedeutung des Standortes Elsfleth bei der Offshore-Windkraft.

„Das Arbeitsplatz-Potential in dieser Branche ist riesengroß“, so Karsten Fach von der Werft Abeking & Rasmussen. Bürgermeister Möhring: „Einige Berufe gibt es in diesem Bereich noch nicht.“

Die interaktive Ausstellung erklärt den Besuchern die Windenergiegewinnung auf hoher See. Besucher haben die Möglichkeit, ihren eigenen Windpark zu bauen. Sie erfahren, welche Herausforderung es bedeutet, Offshore-Anlagen mit Spezialschiffen zu transportieren und was mit der Tier- und Pflanzenwelt auf hoher See passiert. In einem Quiz kann der Besucher sein Wissen testen. Wer sich über Berufsperspektiven informieren möchte, kann dies hier tun.

Die Ausstellung hat in zwei Jahren 50 000 Besucher angelolckt. Dieses Jahr ist das Museumsschiff, die MS Greundiek, zum letzten Mal in Nord- und Ostsee unterwegs. Noch bis Ende Juli macht das Museumsschiff an verschiedenen Häfen in Deutschland und Dänemark fest. In Elsfleth ist die MS Greundiek nur noch an diesem Donnerstag. Ihre nächste Station ist Oldenburg, vom 24. bis 26. Juni. Parallel findet am 26. Juni an der Hafenpromenade (Höhe Arbeitsamt) ein Programm statt.