ELSFLETH - Einen interessanten Abend verspricht der Kulturverein Elsfleth für Freitag, 17. April, 20 Uhr, im Heye-Saal mit dem Vortrag „Elsfleth, ein wirtschaftliches Zentrum der römischen Kaiserzeit an der Huntemündung". Es referiert Kai Mückenberger, Mitarbeiter des Niedersächsischen Instituts für historische Küstenforschung über die Untersuchungen einer archäologischen Fundstelle bei Elsfleth. Durch kontinuierliche Begehungen im Laufe der letzten Jahre wurde ein herausragendes Fundinventar, wie unter anderem Bronze- und Silbermünzen, Zwiebelknopffibeln und Pionierwerkzeuge geborgen.

Letztere sind der römischen Militärausstattung zuzuschreiben. Das belegt eindeutig, dass der Fundplatz von der vorrömischen Eisenzeit bis in das 6. Jahrhundert nach Christus und im Mittelalter besiedelt gewesen ist. Neben einer Vielzahl keramischer Hinterlassenschaften sind es vor allem Buntmetallfunde, die Aufsehen erregen, da sie zum einen auf ein spezialisiertes Metallhandwerk deuten, zugleich aber auch weitreichende Handels- und Fernbeziehungen zum römischen Imperium signalisieren. Ausgehend von der Betrachtung und zeitlichen Einordnung einiger Funde, werden die Problematik archäologischer Arbeitsweise sowie einige Ergebnisse jüngster Untersuchungen durch das Niedersächsische Institut für historische Küstenforschung in Wilhelmshaven, Thema des Abends sein. Karten im Vorverkauf bekommt man in der Anker Apotheke, der Tourist-Information und im Seniorendomizil „Haus Sandvoß“.