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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Elsflether Werft darf an Lürssen verkauft werden

26.10.2019

Elsfleth /Bonn Das Bundeskartellamt hat keine Bedenken gegen den Verkauf der insolventen Elsflether Werft an die Bremer Lürssen Werft. Fünf Tage vor Ablauf der Frist gab das Kartellamt am Freitag seine Freigabe. Das letzte Wort über den Verkauf hat am Mittwoch die Gläubigerversammlung.

In einer ersten Stellungnahme äußerten sich die Chefs der Elsflether Werft erfreut. Ein Sprecher erklärte zu der Entscheidung aus Bonn: „Sie ist eine wesentliche Voraussetzung für einen Vertragsschluss mit der Lürssen-Gruppe. Daran werden wir in der nächsten Woche intensiv arbeiten.“

Die Lürssen-Gruppe aus Bremen-Vegesack hatte die Übernahme prüfen lassen, weil sie mit bislang sieben Werften in Deutschland eine starke Stellung hat und große Schiffe für die Bundeswehr baut. Sie hat sich verpflichtet, den Dreimastsegler bis Herbst 2020 generalzuüberholen und an die Marine zu übergeben.

Die Marine bildet auf dem Dreimastsegler ihre Offiziersanwärter aus. Die Kosten der Sanierung haben sich von geplant 10 Millionen Euro auf 135 Millionen Euro erhöht, für die der Steuerzahler geradestehen muss. Das Debakel hatte auch die frühere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in erhebliche Schwierigkeiten gebracht.

Derzeit wird auf der Fassmer-Werft in Berne (Landkreis Wesermarsch) an der „Gorch Fock“ gearbeitet. Auch sie hatte auf die Elsflether Werft geboten. Nach dem Zuschlag für den Konkurrenten wird aber erwartet, dass die Bark in den nächsten Tagen die kurze Strecke über die Unterweser zu Lürssen geschleppt wird.

Die Elsflether Werft brauchte dringend einen Investor, um ihre etwa 130 Arbeitsplätze zu sichern und Schulden zu bedienen. Die Werft war durch das Großprojekt „Gorch Fock“ in Schieflage geraten. In diesem Februar hatte sie wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet.

Die Eigenverwaltung und die Justiz suchen nach mehreren Millionen Euro, die unter der alten Werft-Führung verschwunden sind. Die Ex-Vorstände erklären weiterhin, das Geld sei in aussichtsreiche Nebengeschäfte investiert worden.

Jörg Jung Redakteur / Regionalredaktion
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