Elsfleth - 225 Haushalte an 161 Adressen in der Stadt Elsfleth und den umliegenden Ortschaften bekommen im kommenden Jahr schnelleres Internet. Die einen stimmt diese Nachricht nur vorsichtig optimistisch. Andere machen sich vielleicht gleich eine Flasche Sekt auf, weil ihr Internetanschluss bisher seinen Namen nicht verdient hatte und die Aussicht auf nun mindestens 50 Megabits (Mbits), die künftig bei den Haushalten ankommen sollen, quasi einen Quantensprung darstellt.
Teils nur 2 Mbits
Die Kosten des Breitbandausbaus werden zu 90 Prozent mit Bundes- und Landesmitteln gefördert. Jeweils fünf Prozent übernehmen Landkreis und Stadt. In den Genuss der Förderung kommen Adressen, die als unterversorgt gelten. „Bei denen müssen weniger als 30 Mbits ankommen“, erläuterte Ingrid Miodek, Breitbandbeauftragte im Landkreis Wesermarsch, am Montagabend in Elsfleth im Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Landschaftsschutz sowie Bau und Straßen. Wobei Miodek darlegte, dass auch 30 Mbits schon eine Leistung sind, von der viele nur träumen können: „Teilweise kommen auch nur 16 oder sogar nur 2 Mbits an.“
Folgende Adressen bekommen im Laufe des kommenden Jahres schnelleres Internet: Butteldorf, Hausnummern 2, 4, 6, 8, 9 bis 19, 21, 23, 25, 27, 27A, 29 31 Raiffeisenstraße, Nr. 1 bis 10Turmweg, Nr. 1, 2, 4 Am Weserdeich, Nr. 38, 38A, 38B, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 68A, 70, 72, 72A, 74 Hogenkamp, Nr. 1 bis 10, 12, 14 Moorhausen, Nr. 6, 8, 10, 21, 23, 25, 27, 29 Nordermoor, Nr. 7 bis 12, 17, 23, 25, 25A, 27A, 27, 29, 31, 33 Paradies: 12 Sandfeld: 15 bis 24, 26, 28, 30 Watkenstraße, Nr. 15, 17, 17A, 17B, 19, 21, 23, 25, 27, 29, 31, 33, 35, 37, 41 Gellener Damm, Nr. 1 bis 3,Gellener Hellmer, Nr. 1, Gellener Str., Nr. 5 Heideplackenweg, Nr. 1, 2, 3, 5 Schaartweg, Nr. 1, 2, 4, 6 Neuenfelde, Nr. 7, 36, 38, 40, 42, 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56, 58, 60, 62, 64, 66, 68, 70
Mit rund 30 000 Euro muss sich Elsfleth an den Kosten für den Breitbandausbau beteiligen. Dafür werden auch die Anschlüsse an den Elsflether Grundschulen optimiert: Sie bekommen Anschlüsse mit 30 Mbits je Klassenzimmer und nicht mehr nur 30 Mbits je Schule.
In den neun Projektgebieten, die auf Elsflether Gebiet entfallen, wird der Ausbau entweder in der Variante FTTC (Fibre to the Curb = Glasfaser bis zum Bordstein) oder FTTH (Fibre to the Home = Glasfaser bis in die Wohnung) ausgebaut. FTTC soll zwar versprochene 50 Mbits bringen, ist aber noch kein Hochleistungsanschluss, wie auch Horst Kortlang (FDP) in der Ausschusssitzung kritisierte. Miodek bestätigte, dass FTTH bedeute, dass Glasfaserkabel nur bis zum Verzweiger verlegt würden, der Rest laufe weiter über Kupferkabel, was hohe Leistungsverluste mit sich bringe: „Aber das ist erst der erste Schritt. Wir werden immer wieder neue Förderanträge stellen, das nächste Programm sieht Förderungen nur noch im Gigabit-Bereich vor.“
Und über einen solchen leistungsstarken Gigabit-Anschluss werden sich auch im kommenden Jahr schon die Haushalte freuen können, die direkt mit FTTH ausgebaut werden – darunter auch das Gewerbegebiet im Bereich Am Hogenkamp.
Für Betriebe wichtig
In diesem Zusammenhang betonte Horst Kortlang nochmals die enorme Bedeutung eines schnellen Internetanschlusses für Unternehmen: „Denken Sie an unser Handwerk und unsere Landwirte. Da steckt viel Technik in den Betrieben.“
Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, bei den Förderprogrammen zum Breitbandausbau stetig am Ball zu bleiben, sagte Ingrid Miodek. Einige Projektgebiete – wie Huntebrück zum Beispiel – die jetzt nicht berücksichtigt werden können, sollen im nächsten Förderantrag aufgenommen werden. Miodek: „Die nächsten, die ausgebaut werden, bekommen auf jeden Fall Gigabit-Anschlüsse.“
