Elsfleth - In der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Landschaftsschutz sowie Bau und Straße wurde der Vorentwurf der Photovoltaikanlage Burwinkel angenommen. Es gab eine Gegenstimme von Cordula Rebehn (Unabhängige Wähler Elsfleth).

Werner Gieselmann vom Büro für Stadtplanung Gieselmann und Müller aus Oldenburg hat die Planungen für das ehemalige Bundeswehrgelände am Burwinkler Damm zusammengefasst.

Nach dem Rückzug der Bundeswehr hat die Moorriem-Ohmsteder Sielacht das rund 11,5 Hektar große Gelände 1996 übernommen. Momentan verhandelt der Vorstand der Sielacht mit möglichen Pächtern.

Auf dem Gelände befinden sich bereits eine Schießanlage und eine Schäferei. Diese sollen ebenso wie weitere Gebäude erhalten bleiben und genutzt werden. Wege und angrenzende Verkehrsflächen sind vorhanden und werden zum Beispiel für Bau und Wartung der Anlagen genutzt.

Die übrig gebliebene Fläche soll in zwei Sondergebiete aufgeteilt werden. Auf dem knapp 7,5 Hektar großen Sondergebiet 1 sollen die Freiland-Photovoltaikanlage errichtet werden. Das 3500 Quadratmeter große Sondergebiet 2 ist als Lager eingeplant. Letzteres liegt im östlichen Teil des Geländes und ist somit näher an der Siedlung gelegen. Der bereits vorhandene Gehölzbestand auf dem Gelände soll überwiegend bestehen bleiben. Im Osten und Südwesten der Planfläche sind Ausgleichsflächen für Neuanpflanzungen vorgesehen.


Das Planungsbüro Sinning aus Oldenburg hat ein Gutachten zum Artenschutz von Fledermäusen und Vogelarten erstellt, die auf dem Gelände nisten und brüten könnten. Zum Zeitpunkt der Gutachtenerstellung wurde noch vom Abriss der Gebäude ausgegangen, weshalb vorsorgliche Hinweise für den Ausgleich gemacht wurden. Da die Gebäude nun doch erhalten werden, bleiben auch die Brut- und Nistplätze.

Der Ausschuss hat einstimmig beschlossen, den Vorentwurf öffentlich auszulegen.