Elsfleth - Stein für Stein wird der Parkplatz gepflastert, ein Maler ist mit den letzten Lackierarbeiten beschäftigt, drinnen werden noch Wände und Decken verkleidet und der Eingangsbereich bekommt ein Geländer: Auf der Baustelle für den neuen Aldi-Markt in Elsfleth an der Oberrege brummt es. Die Gewerke arbeiten Hand in Hand. An jedem Tag wird richtig viel geschafft.
Es muss auch viel geschafft werden: An diesem Freitag müssen die Handwerker raus sein, dann beginnt Aldi mit dem Einrichten des Marktes. Am Samstag, 18. November, soll um 8 Uhr Eröffnung gefeiert werden. Den Kunden soll ein Einkaufserlebnis geboten werden, das sich deutlich vom Image des Billig-Discounters aus vergangenen Tagen abhebt. Der neue Markt ist fast 300 Quadratmeter größer als der alte, er bietet breitere Gänge, niedrigere Regale bei höheren Decken, eine große Glasfront und damit mehr Tageslicht.
„Wir wollen hier neueste Technik einbringen“, erklärte Norbert Ternes, Regionalleiter Immobilien und Expansion bei Aldi bei einem Rundgang auf der Baustelle gegenüber der Nordwest-Zeitung. Das heißt auch: Energetisch ist der Discounter ein Selbstversorger. Auf dem Dach wurde eine große Photovoltaikanlage installiert und die Abwärme der großen Kühlanlagen wird in den Laden zurückgeführt und zum Heizen genutzt. Ternes: „Der Markt ist stromautark, wir brauchen auch kein Gas und kein Öl mehr. Wir arbeiten mit Wärmetauschern.“
Der Kunde wird von diesen energetischen Maßnahmen nichts mitbekommen, aber das neue Design des Discounters ist auffällig: Viel Glas, viel Fläche, moderne LED-Beleuchtung, mehr Frische durch verbesserte Kühlung, ein aufgeräumtes Erscheinungsbild.
Dass sich der Markt aufgrund der Konkurrenz in der unmittelbaren Nachbarschaft – Lidl nebenan, ein Rewe-Neubau auf der anderen Straßenseite – nicht rentieren könnte, bereitet Ternes keine Sorge: „Wir scheuen da keine Konkurrenz. Der Umsatz passte vorher und wird auch wieder passen. Elsfleth ist für uns ein guter Standort.“
