ELSFLETH - „Das Handwerk in der Wesermarsch zeigte sich auch in der Krise stabil“, konstatierte Kreishandwerksmeister Kurt Breipohl am Donnerstag auf der Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft im Maritimen Forschungsgebäude auf dem Elsflether Campus.

Die organisierten Innungsfachbetriebe hätten unter der Wirtschaftskrise nicht in dem Maße gelitten, wie andere Wirtschaftszweige, da sie sich meistens nicht nur auf ein Tätigkeitsfeld konzentrierten, sonder breit aufgestellt seien, so Breipohl. Erfreulich sei die Wirkung der Imagekampagne. Nach der jüngsten Studie rangieren bei den attraktiven Berufen die Handwerker auf Platz 4, noch vor den Piloten. „Es ist ein großer Erfolg, dass neben der Ausbildungsleistung des Handwerks auch die Innovationskraft und das soziale Engagement von mittelständischen Handwerksunternehmen wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt sind“, stellte Breipohl fest. Die Sicherung des handwerklichen Nachwuchses hat nach Aussage von Breipohl für viele Mitgliedsunternehmen eine existenzielle Bedeutung. Auch wenn das Handwerk in der Vergangenheit sich besonders um ausbildungsschwache Jugendliche bemüht hätte, könne dieses Engagement keine Daueraufgabe der Handwerksbetriebe sein, der Fokus müsse verstärkt auf den Übergang Schule/Wirtschaft gerichtet werden.

Die Mitgliederversammlung wurde von der Kreishandwerkerschaft ganz bewusst im maritimen Forschungszentrum durchgeführt. Die Teilnehmer informierten sich über die aktuelle Situation.Breipohl: „Die maritime Wirtschaft und deren Entwicklung spielen auch für das Handwerk eine große Rolle. Mit der Wahl des Tagungsortes wollen wir auch unsere Solidarität mit dem Elsflether Campus zum Ausdruck bringen“.