ELSFLETH - Sie sind ein bis drei Tonnen schwer, sind aus Stahl und gelten als das A & O der Besegelung. Genauestens untersuchte und frisch restaurierte Rahen sind am Dienstag in der Elsflether Werft auf der Gorch Fock eingerackt worden.
Die Arbeiten sie sind sozusagen der Auftakt zum Erstellen einer funktionsfähigen Takelage sind wahrlich kein Kinderspiel und werden in etwa eine Woche Zeit in Anspruch nehmen, sagt der Kommandant der Gorch Fock, Kapitän zur See Norbert Schatz im Gespräch mit derNWZ
. An den insgesamt zehn Rahen befinden sich bereits die frisch überarbeiteten Segel des Schulschiffes, das insgesamt über eine Segelfläche von 2037 Quadratmetern verfügt.Die Bedeutung des Einrackens und das Herstellen einer funktionsfähigen Takelage fasst Schatz für Landratten geschickt zusammen. Das ist wie mit dem Dachstuhl einen Hauses, da muss einfach alles stimmen.
Noch bis Ende Mai wird die Gorch Fock in Elsfleth liegen und die umfangreichen Arbeiten bezeichnet Schatz als wichtige Investitionen in die Sicherheit. Es gehe nicht darum, dass man die Gorch Fock noch sportlicher segeln könne, sondern allein darum, dass man gerade bei schwerer See und bei Sturm für noch mehr Sicherheit sorge gerade im Hinblick darauf, dass sich unter den Auszubildenden eben auch viele Greenhorns befinden, die kaum über seemännische Erfahrungen verfügen.
Bevor die Gorch Fock im kommenden Sommer zu ihrer Kap-Hoorn-Tour aufbricht, gibt es auf dem Schiff noch eine Menge zu erledigen. Zu ihrem bislang drittlängsten Törn wird die Gorch Fock am 19. August starten, die Rückkehr in Kiel ist für den 25. Juni allerdings im Jahr 2011 geplant.
