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Kinderbetreuung Wenn Mama arbeiten muss

Felix Frerichs

ELSFLETH - Um 5.30 Uhr aus dem Haus und zur Arbeit – und wer kümmert sich um die Kinder? In der Wesermarsch gibt es eine große Zahl von berufstätigen Eltern, die vor diesem Problem stehen. Diesen Bedarf wollen jetzt die Kreisvolkshochschule und das Familien- und Kinderservicebüro des CVJM in einer Kooperation decken.

Eine kompakte Fortbildung zur Tagesmutter und zum -vater bieten die beiden Einrichtungen ab Herbst in Elsfleth an. Schon jetzt rühren Waltraud Ralle-Klein vom Familienbüro und Heidrun Böning, Fachbereichsleiterin der Kreisvolkshochschule, kräftig die Werbetrommel. „Wir wollen dem Bedarf mit diesem Angebot gerecht werden“, so Heidrun Böning im Gespräch mit der

NWZ

 . Tagespflegepersonen stellen eine Ergänzung zu Kita-Plätzen dar und können Kinder von berufstätigen Eltern besonders in den „Randzeiten“ betreuen. Also je nach Bedarf der Eltern. „Sie bieten eine hohe Flexibilität“, ergänzt Waltraud Ralle-Klein.

An die Leiterin des Familienbüros sollen sich Interessierte wenden, wenn sie an der Qualifizierung teilnehmen möchten. Nach dem Vorgespräch können sie sich dann bei der Kreisvolkshochschule zu der Fortbildung anmelden, die im Zeitraum vom 18. September bis 28. November an drei Vormittagen pro Woche im Elsflether Rathaus stattfindet. Insgesamt umfasst die Maßnahme 160 Stunden.

Die Fortbildung wird im Rahmen des „Aktionsprogramms Kindertagespflege“ vom Bundesfamilienministerium und der Europäischen Union gefördert. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Frauen und Männer ein Zertifikat des Bundesverbandes Kindertagespflege und können eine Pflegeerlaubnis beim Jugendamt des Landkreises beantragen.

Waltraud Ralle-Klein organisiert regelmäßige Treffen von Tagespflegepersonen, die die Möglichkeit zum kollegialen und inhaltlichen Austausch bieten. Zehn Frauen boten im vergangenen Jahr in Elsfleth, inklusive aller Ortschaften von Gellen bis Oberhammelwarden, die Betreuung von Kindern an. „Das ist zu wenig“, betont die Leiterin des Familienbüros. „Wir haben ständig Anfragen von Eltern, die ihr Kind unterbringen möchten.“ Ihr kleiner Pool von Pflegepersonen reicht mittlerweile nicht mehr aus, um den Bedarf komplett zu decken. Und die Nachfrage nimmt stetig zu. Der Landkreis fördert die Betreuung von Kindern.

Durch die Förderung des Landkreises müssen sie nur zwischen 70 Cent und 1,60 Euro pro Betreuungsstunde selbst bezahlen – je nach Einkommen. Waltraud Ralle-Klein koordiniert die Tagespflege über das Familienbüro. Das Büro im Rathaus ist eine Einrichtung des CVJM-Sozialwerks Wesermarsch.


NWZ

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