ELSFLETH - ELSFLETH - Bald zehn Leerstände von Ladenlokalen in der Steinstraße – das ist zuviel. Dies sagte der Elsflether Geschäftsmann Peter von Freeden auf der vergangene Woche stattgefundenen Jahreshauptversammlung des Gewerbe- und Handelsvereins (GHV). In der Tat: Das Ladensterben geht weiter. „Ihr Platz“ hat vor wenigen Wochen geschlossen, und ebenfalls erst kürzlich hat das alteingesessene Radio-TV-Geschäft Lange dichtgemacht – Inhaber Andreas Lange will sich auf den Internet-Handel verlegen.
Neue Geschäfte in eine Kleinstadt wie Elsfleth zu bekommen, sei ein schwieriges Unterfangen, weiß von Freeden. „Man muss auch über das Mietpreis-Gefüge nachdenken“, betont der ehemalige GHV-Vorsitzende. Kleine Läden, im Nebenerwerb betrieben, hätten bei überschaubarem Risiko eine Chance in Elsfleth, ist er überzeugt.
„Unser GHV sollte sich mehr engagieren“, sagte von Freeden auf der GHV-versammlung und regte die Gründung einer Arbeitsgruppe an, die eine Vermittlerrolle zwischen Hauseigentümern und interessierten Geschäftsleuten übernimmt. „Ich würde mich dazu bereitfinden, gemeinsam mit einem oder zwei anderen Leuten“, sagt er
Heftige Kritik wurde von GHV-Mitgliedern an den Plänen von Bürgermeister und Stadtverwaltung geübt, den Bau eines Ärztehauses mit Apotheke auf dem derzeitigen Spielplatzgelände an der Wurpstraße voranzutreiben. Würde dies Realität, würden noch weniger Leute in die Steinstraße kommen. „Ist dem Rat gar nicht bewusst, dass man die Innenstadt damit zerstört?“, fragte GHV-Mitglied Silke Menger in die Runde. Ein Beschluss zur Änderung des Bebaungsplanes „Edo-Schröder-Siedlung“, Voraussetzung zur Freigabe des bisherigen Spielplatzes für eine Bebauung, ist noch nicht ergangen. Nach ausführlicher Diskussion, Vertagung und erneuter Beratung in den Fraktionen sowie im Verwaltungsausschuss besteht bezüglich der Verlegung des Spielplatzes aber jetzt Einigkeit.
