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PORTRÄT SWE: Ein Verein für alle Generationen

EVELYN EISCHEID

ELSFLETH-LIENEN - ELSFLETH-LIENEN - Der Segelclub „Weserstrand“ Elsfleth – im Jahr 2014 wird der traditionsreiche Elsflether Verein sein 100-jähriges Jubiläum feiern können, zurückschauen auf ein Jahrhundert mit Höhen und Tiefen, mit großen Visionen und vorausschauenden Planungen, mit einem regen Vereinsleben und aktiver Jugendarbeit. Für die Elsflether und Besucher aus der Region ist das Vereinsgelände am Yachthafen mit seinem Bootshaus, der Gastronomie, den Steganlagen, „Hummerbuden“ und Kinderspielplatz seit Jahren zu einem der attraktivsten Naherholungsziele geworden.

Heute zählt der SWE rund 475 Mitglieder, darunter 80 Kinder und Jugendliche, aber wie hatte es eigentlich angefangen? „Bereits einen Monat nach der Gründung am 1. Juni 1914 weist der Verein die stattliche Mitgliederzahl von 17 aktiven und 14 passiven Seglern auf“, heißt es in der Festschrift zum 75-jährigen Bestehen des SWE. Erster Vorsitzender des jungen Elsflether Vereins wurde Rudolf Sager und unter seiner Führung konnten sich die Aktivitäten im ersten Jahr des Segelclubs durchaus sehen lassen: Mit illuminierten Booten fand eine Lampionfahrt statt, mit einem Startgeld von einer Mark nahmen die Segler an der ersten Regatta teil. Am Elsflether Timpen wurde 1924 das Bootshaus gebaut und auch die Weiblichkeit kam schon bald zu ihrem Segelrecht: 1927 wurde eine „Jungmädchenabteilung“ aufgebaut. 1940 forderte der Zweite Weltkrieg seinen Tribut – die Vereinsaktivitäten kamen vollständig zum Erliegen.

Unter dem neuen 1. Vorsitzenden Wilhelm Riesebieter fand 1946 die Neugründung statt und der SWE wurde mit seinem Domizil „Am Timpen“ wieder zu einer ersten Adresse für Segler und Motorbootfahrer. Das legendäre Bootshaus war mit seiner maritim-gemütlichen Einrichtung auch ein beliebtes Ziel für die Elsflether Spaziergänger. 1971 nahm sich ein Schwimmbagger die Steganlage zum unfreiwilligen Ziel, die schwimmende Anlage wurde vollständig zerstört. Es zeigte sich dann, dass trotz der Erweiterung der Anlage Timpen die Liegeplätze nicht mehr ausreichten und vor allem die Kündigung des Pachtvertrages durch die Deutsche Bundesbahn zwang den SWE zu einer neuen Weichenstellung. Man erweiterte den Vereinsradius mit einer tideunabhängigen Steganlage am Liener Hörn. Im Zuge des Sperrwerkbaues konkretisierten sich 1975 die Planungen zum Yachthafenbau, 1978 begann der Bau der ersten Bootshallen und es wurde ein Beschluss zum Bau einer Kammerschleuse gefasst, die Sportbootschleuse wurde 1981 in

Betrieb genommen. Mit einem Festwochenende wurde 1988 das neue Bootshaus eingeweiht, 1998 feierte man mit den zehnten Geburtstag des Bootshauses auch die Einweihung des Refugiums für den Seglernachwuchs: Die „Hummerbuden“, benannt nach ihren bunten Helgoländer Vorbildern. 2005 legte der langjährige Vorsitzende Magnus Kuhland sein Amt nach 27-jähriger erfolgreicher Vorstandsarbeit in jüngere Hände. Jonny Giessel wurde zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt und der SWE ernannte Kuhland zum Ehrenvorsitzenden. Jüngstes Kind in der umfangreichen Baugeschichte des SWE ist die vierte, 2006 pünktlich zum Beginn der Wintersaison fertiggestellte Bootshalle.

„Im SWE steckt Schwung und Kraft, die nächsten Jahrzehnte zu bewältigen. Lage und wassersportliches Umfeld sind ausgezeichnet, um sportliche Ziele zu erreichen und die kostbare Freizeit sinnvoll zu gestalten“, sagte Magnus Kuhland 1989 anlässlich des 75-jährigen Vereinsjubiläums. Ein Satz, der auch für die Zukunft seine Gültigkeit behalten dürfte.


das SWE-Gelände heute und vor 25 Jahren

Die Verlegung

des Hunte-Bettes im Zuge des Sperrwerk-Baus eröffnete dem SWE vor 25 Jahren neue Perspektiven: Den Wassersportlern erschloss sich die Möglichkeit, einen tideunabhängigen Hafen zu bauen. Ein kostspieliges Vorhaben, wie sich herausstellte. Der Bau einer Schleuse schlug mit rund 2 Millionen DM zu Buche. Obiges Bild zeigt das SWE-Gelände heute, rechts sieht man den Stand vor 25 Jahren

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