Elsfleth - Nachdem Nabu-Aktivisten aus Elsfleth die Pflanzaktion (Obst- und Laubbäume sowie Zier- und Blütenstauden) im März abgeschlossen hatten, wurde nun emsig, aber auch mit wetterbedingter Unterbrechung an der Herstellung der Totholz- beziehungsweise Reisighecke gearbeitet, um neuen Lebensraum für Insekten und Vögel am Lienekanal zu schaffen.
Vorausgegangen waren zunächst die Anträge an den Eigentümer, Moorriemer Ohmsteder Sielacht (MOS), und die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Wesermarsch mit Sitz in Brake. Danach folgte der Förderantrag ebenfalls an den Landkreis.
Nachdem alle Formalitäten geklärt waren, konnten die Nabu-Helfer mit der Konstruktion beginnen – das heißt mit dem Einbringen der Rundholzpfähle. Dadurch erhält die 1,70 Meter hohe, 1,10 Meter breite und 35 Meter lange Hecke ihre Stabilität.
Aus abgeschnittenen Ästen, geliefert durch den Elsflether Bauhof, schichteten in Verzahnungstechnik die ehrenamtlichen Mitglieder der Nabu-Ortsgruppe Elsfleth nach und nach die Reisighecke auf.
Viele Insektenarten und heimische Vögel, Käfer, Wildbienen, Spinnen, aber auch Wiesel, Mäuse, Erdkröten, Frösche, Eidechsen, Ringelnatter und Igel finden nun ein Winterlager und Wohnstätten in neuer Lebensumgebung.
Der zusätzlich angelegte Pflanzenbewuchs seitlich der Hecke gibt der Natur eine weitere Anreicherung der Artenvielfalt. Zudem erhält die Hecke eine höhere dekorative Ausstrahlung. „Wenn wir den Lebensraum positiv verändern, wirkt sich das auch auf die Tierwelt aus“, ist sich Hans-Jürgen Junge vom Nabu sicher. „Daher werden wir weiter versuchen, Natur zu erhalten und neu zu schaffen. Es wird Zeit, dass wir der Natur etwas zurückgeben“.
Das Projekt wird im Mai mit der Wildblumenwiese und dem Blühstreifen, einer Naturstammholz-Sitzgarnitur sowie der Verteilung von zwei Eisvogel-Nisthöhlen weitergehen.
