ELSFLETH - „Das ist doch ein Skandal. Die Sirenen sind einfach nicht zu hören.“ Ursel Ohlig aus Elsfleth ärgert sich. Die 53-Jährige wohnt in der Graf-Anton-Günther-Straße und hat auch am vergangenen Donnerstag den Katastrophenprobealarm nicht wahrnehmen können.
„Ich wohne recht zentral – und ich denke, dass die Auflagen in Sachen Katastrophenschutz so nicht erfüllt werden“, sagt Ohlig im Gespräch mit derNWZ
. Schon bei einem Probealarm im November 2009 hatte sich Ohlig an die Stadt Elsfleth gewandt. „Nach Rücksprache mit zahlreichen anderen Personen muss ich feststellen, dass sowohl an meinem Arbeitsplatz, als auch an meinem Wohnsitz (beide liegen zentral in der Innenstadt) der Alarm in den Räumen bei geschlossenen Fenstern kaum zu hören ist. Es ist stark anzuzweifeln, dass nachts jemand von diesem Alarm wach wird, oder Autofahrer und an Maschinen tätiger Menschen den Alarm wahrnehmen. In einer Zeit von Kopfhörern bei den Jugendlichen und der starken Zunahme von der älteren Generation ist die Lage noch bedenklicher.“In einem Antwortbrief an Ursel Ohlig weist die Stadt Elsfleth darauf hin, dass der Landkreis für den Katastrophenschutz verantwortlich ist – und dass die Stadt Elsfleth die vorhandenen Sirenen für den Katastrophenschutz von 2007 bis 2009 wieder aufgerüstet hat.
In einem Brief an den Landkreis Wesermarsch teilt Ohlig mit, dass Messungen während des Probealarms Werte von 36 db im Wohnraum und auf der Terrasse einen Wert von 44 db ergeben hätten. Bei normalen Gesprächen würden leicht 60 bis 70 db erzeugt.
Ohlig ist jetzt der Meinung, dass aus Kostengründen ein falscher Sirenentyp gewählt wurde. Das „Alarmproblem werde unter den Teppich gekehrt. Der Probealarm von den Vorgänger-Sirenentypen habe nahezu jeden Mitbürger erreicht.
Die Bilanz der Stadt Elsfleth zum jüngsten Probealarm fällt übrigens positiv aus. „Es war problemlos, alle Sirenen haben einwandfrei funktioniert“, sagt Andreas Haane auf Anfrage der
