ELSFLETH - Erwin Wagner vom Schiffahrtsmuseum Unterweser ist sicher: „Diese Tonne überlebt uns alle.“ Vermutlich wird er Recht behalten, denn das Seezeichen ist jetzt 96 Jahre alt. Bis 1996 hatte es den Schiffen in der Außenweser den Weg gewiesen, jetzt ist das Seezeichen neben dem alten Baumbestand das Schmuckstück im Garten des Hauses Elsfleth.
Museumsleiterin Dr. Christine Keitsch hatte unter anderem Bürgermeister Diedrich Möhring, den Vorsitzenden der Kreis-Arbeitsgemeinschaft Lokale Aktionsgruppe, Thomas Brückmann, Wohnungsbau-Geschäftsführer Michael Juhr, Carsten Fischer von der Landesentwicklungsbehörde und den Prokuristen der Elsflether Werft, Klaus Wiechmann, eingeladen, um den neu gestalteten Garten zu präsentieren. Die ursprünglich fast zehn Meter große, rote Fahrwassertonne war auf der Elsflether Werft als Ausstellungsstück hergerichtet worden.
Daneben gibt es ein Schiffsmodell, an dem man die Beladung mit Containern üben kann. Sortiert man die Behälter falsch, bekommt das Schiff Schlagseite. Wie die übergroßen Transportkisten in den 50er Jahren ihren Siegeszug antraten, erzählt eine Tafel, die man bei Hafengeräuschen sinnigerweise in einem im Garten aufgestellten Container betrachten kann. Dieses Exponat war durch Vermittlung der Reederei Martime nach Elsfleth gekommen. „Container waren ursprünglich für den Eisenbahnverkehr gedacht“, erklärt Dr. Keitsch.
Das Haus Elsfleth wird den Garten am 23. April von 11 bis 17 Uhr der Öffentlichkeit präsentieren. Ab 11.30 Uhr gibt es Aktionen für Familien. Für Musik sorgt das Jazzduo Oliver Poppe und Ulrich Ziegeler. Wie Dr. Keitsch erklärte, wird das Haus Elsfleth als eine von drei Ausstellungsstätten des Schiffahrtsmuseums Oldenburgische Unterweser gut angenommen. 4000 Besucher haben es im vergangenen Dreivierteljahr gesehen.
