ELSFLETH - ELSFLETH/HFO - Mit einem Zuschuss in Höhe von 10 000 Euro möchte die Stadt Elsfleth einen Beitrag zum Erhalt der Schiffsmechaniker-Ausbildung am Standort Elsfleth leisten. Das entschied der Rat der Stadt bewilligte das Geld auf seiner jüngsten Sitzung.

Bislang beschäftigten die Berufsbildenden Schulen in Brake (BBS), zuständig für die Schiffsmechaniker-Ausbildung, befristet einen Ausbildungskoordinator. Dessen Zeitvertrag lief am 31. März aus. „Für April haben wir die Zahlung des Gehalts übernommen“, so BBS-Leiter Artur Post. Ziel sei es, den Vertrag des Mannes um mindestens ein Jahr zu verlängern. Dafür würden rund 40 000 Euro benötigt. Post: „Wir haben uns bereit erklärt, 14 000 Euro zu zahlen. Das übrige Geld sollte von der Stadt Elsfleth und anderen Trägern wie z.B. dem Landkreis Wesermarsch und dem Schulschiffverein ,Großherzogin Elisabeth‘ kommen.“ Bislang sei aber noch keine Einigung erzielt worden, entsprechende Gespräche stünden noch an.

Der Koordinator kümmert sich um die Belange der Auszubildenden, hält Kontakt zu Reedern und übernimmt Verwaltungsaufgaben. Außerdem soll er auf die Attraktivität der Schiffsmechaniker-Ausbildung am Standort Elsfleth aufmerksam machen. Genau da gibt es gegenwärtig ein Problem: „Die Bewerberzahlen bei den Schiffsmechanikern in Elsfleth sind insgesamt rückläufig. Wir müssen uns daher Gedanken darüber machen, wie wir den Standort Elsfleth interessanter machen können“, sagte Elsfleths Bürgermeister Diedrich Möhring im Rat. Schließlich läge eine Ausbildung vor Ort auch im Interesse der Reeder.

Elsfleth hat starke Konkurrenten: „In die Ausbildungsstätten für Schiffsmechaniker in Rostock und Travemünde“, so BBS-Leiter Post, „ist in der Vergangenheit viel Geld geflossen. Wir müssen den Jungs schon etwas bieten, die gucken genau hin.“