ELSFLETH - ELSFLETH - Bunte Girlanden, Blumenschmuck an der Straßen und vor den Häusern: die Moorriemer wissen, was sie ihrem Schützenvolk schuldig sind. Denn: wenn in Moorriem die drei tollen Tage auf dem Eckflether Festplatz rollen, dann ist das nicht nur eine Sache der Grünröcke, dann feiert das ganze Dorf. So war es am Sonnabend, als die Moorriemer Seniorinnen und Senioren dem Schützenverein im voll besetzten Festzelt die Ehre gaben, so war es auch am Sonntag beim großen Festmarsch bei bestem Schützenwetter.
Bevor der Verein seine zahlreichen Gäste, die Abordnungen befreundeter Vereine und die Spielmannszüge an der Gaststätte Meiners in Bardenfleth empfing, wurden die Mitglieder des noch amtierenden Köingshauses an ihren Wohnorten abgeholt: König Ulfert Wiards in Eckfleth, Königin Anne Sager in Dalsper, Schüler- und Jugendkönigin Birte Naber in Fuchsberg. Dass majestätische Würden weit über die Moorriemer Dorfgrenzen hinausreichten, darüber staunten am Sonntagmorgen die Elsflether. In der geschmückten Tulpenstraße rückte der Jugend- und Musikzug Rodenkirchen-Stadland mit schmetternden Schalmeien an, um dem Juniorenkönig Patrick Wefer ein Ständchen zu bringen und ihn nach einer kräftigen Brotzeit nach Eckfleth zu entführen.
Pünktlich um 14.30 Uhr an der Gaststätte Meiners – der große Festzug formierte sich mit vier Spielmannszügen zum diesmal recht kurzen Marsch durch das Dorf mit Ziel Festzelt auf dem Eckflether Dorfplatz. Eng, gemütlich und stimmungsvoll, bei Kaffee, frischen Berlinern und auch schon mal einem Bierchen, ging im Zelt die Schützenpost ab, die Spielmannszüge bliesen sich durch ihre Repertoires, die Moorriemer Schützendamen an diesem Nachmittag zunächst noch seltsam verhalten und schaumgebremst. Was war los? Warum tanzten sie nicht, wie gewohnt Hüften und Hände schwenkend auf den Tischen? Sie seien dazu verdonnert worden, sich zurück zu halten, hieß es hinter der Hand. Mit dem Zurückhalten war das dann aber so eine Sache, mit fortschreitender Stimmung waren die Mädels nicht mehr zu halten. Und wenn sie nicht auf den Tischen tanzen durften, von Bänken hatte keiner was gesagt!
