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Segeln Gorch Fock erhält neue Glocke

ELSFLETH - Christopher Rudoll und Marcel Jungclaus haben es nicht leicht. Die beiden Marinesoldaten heben die neue Schiffsglocke der Gorch Fock in die Höhe. Das gute Stück haben sie vorher extra ausgepackt, um sie für ein Pressefoto zu präsentieren. Installiert wird die Glocke erst unmittelbar vor dem Verlassen der Elsflether Werft Ende Mai.

„Die alte Glocke aus dem Jahr 1958 war gerissen. Nach mehrmaligen Reparaturen hatte die Glocke ihren ursprünglichen Klang verloren. Die neue klingt jetzt wie die alte in ihren besten Tagen“, freut sich Kurt Wiechmann. Vorstand der Elsflether Werft im Gespräch mit der

NWZ

.

Der Sound sei nahezu identisch. Das belegt die Klanganalyse, die Wolfgang Nieland durchgeführt hat. Die neue Glocke wurde wie die alte bei der Glocken- und Kunstgießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher gegossen. Ein Traditonsbetrieb, der seit 1690 existiert.

„Die Glocke ist wie das Steuerrad von ganz zentraler Bedeutung“, sagt Decksmeister Steffen Kreidl. Er ist dafür verantwortlich, dass die Takelage funktioniert und das Segeln auf der Gorch Fock garantiert wird. „Die neue Glocke wird auf dem Mitteldeck eingesetzt und soll unter anderm dafür sorgen, dass die Stammbesatzung an Bord das Zeitgefühl behält. „In der Takelage wird ohne Uhr, ohne Kette und ohne Ring gearbeitet, um Verletzungen zu vermeiden“, erklärt Kreidl. Und der Klang der Glocke sorgt für die nötige zeitliche Orientierung. Sie wird alle halbe Stunde nach einem festgelegten Vierstundenrhythmus geschlagen.

Nach der altbekannten Glasenuhr wird die erste halbe Stunde mit einem Schlag angegeben. Die volle Stunde sind zwei Glasen und so fort bis zur vierten Stunde. Dann beginnt das Spiel von vorn.

„An Bord der Gorch Fock kümmert sich der Läuferdeck um die Uhr, er glast“, sagt der Hauptbootsmann, der darauf hinweist, dass auf dem Segelschulschiff die Schläge – das Glasen – rund um die Uhr ausgeführt werden. Tagsüber mit dem Glockenschwengel, in der Nacht – von 22 bis 6 Uhr mit dem Spreizholz, damit für die „Schläfer“ die Nachtruhe auch tatsächlich eine Nachtruhe bleibt.

Hans-Carl Bokelmann
Hans-Carl Bokelmann Redaktion Brake, Redaktion Jade, Redaktion Ovelgönne
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